So läuft es: Eric Smith ist zurück in der Startelf und ein Hoffnungsträger im heißen Endspurt um den Klassenerhalt Foto: WITTERS
Die Gefahr ist da! Warum St. Pauli auf Smith setzt und gleichzeitig um ihn zittert
Auch vom FC St. Pauli gibt es in den Tagen zwischen der verheerenden 0:2-Niederlage in Heidenheim gute Nachrichten Und das bevorstehende Heimspiel gegen Mainz 05, bei dem die Kiezkickern stärker unter Druck stehen als zuvor in dieser Saison. Eric Smith ist wieder fit und wird voraussichtlich am Sonntag in die Startelf zurückkehren, nachdem er letzte Woche zur Halbzeit zurückgekehrt war. Als Hoffnungsträger, von dem St. Pauli mehr braucht als nur ein gutes Spiel. Aber es besteht ein Risiko.
Schön, dass Sie wieder an Bord sind. Längst ist es eine Binsenweisheit, dass Smith ein äußerst wichtiger Teil der Mannschaft, eine tragende Säule, ist und nur vorübergehend für ein Spiel abgesetzt und ersetzt werden kann, nicht aber dauerhaft, wie die letzten Wochen gezeigt haben. Dem Schweden fehlten nicht nur seine fußballerischen Fähigkeiten als Defensivstratege vor der Abwehr, sondern auch seine Führungsqualitäten auf dem Platz, die Trainer Alexander Blessin immer wieder und auch in dieser Phase betonte.
Blessin: FC St. Pauli braucht Eric Smith als „Pionierrolle“
„Wir wissen mit Sicherheit, dass Eric unglaublich wichtig ist und dass er meist die Rolle eines Vorreiters einnimmt, der den Weg weist und Verantwortung übernimmt“, betonte der Cheftrainer nach der bitteren Niederlage in Heidenheim im kleineren Kreis. Denn neben Kapitän Jackson Irvine und Abwehrchef Hauke Wall ist Smith der dritte klare Anführer im Team, der auch auf dem Platz redet, dirigiert und managt.
Die Frage ist, wie nah der 29-Jährige daran ist, körperlich wieder bei 100 Prozent zu sein. Die lange Trainingswoche hätte geholfen. „Die Wade hält, die Zehen, alles ist gut“, sagte Blessin nach dem Heidenheim-Spiel, merkte aber auch an, dass dem in der zweiten Halbzeit eingewechselten Smith „in der Schlussphase noch etwas Kraft und Frische fehlte, um das Tempo über einen längeren Zeitraum durchzuhalten.“
Die nächste Zwangspause steht vor der Tür! Smith hat vier gelbe Karten
Auf einer intensiven Sechs-Mann-Position sind Lebendigkeit und Tempofestigkeit wichtig und können nicht durch gutes Positionsspiel ausgeglichen werden. Daher bleibt abzuwarten, wie sich Smith (25 Spiele in dieser Saison, zwei Tore, zwei Assists) schlagen wird und wie lange er die Intensität aufrechterhalten kann.
Gefährlich: Der 1,92 Meter große Mann hat vier gelbe Karten und eine fünfte würde bedeuten, dass er für das Spiel gesperrt wäre. Smiths nächster Misserfolg ist also unvermeidlich. Wenn man sich den Spielplan anschaut, muss man sich fast fragen, ob er nicht besser dran gewesen wäre, wenn er gegen Mainz den Elfmeter kassiert hätte, die Sperre dann im Auswärtsspiel gegen den formstarken Dritten RB Leipzig abgesessen hätte und dann im letzten Saisonspiel zu Hause gegen den direkten Kellerrivalen Wolfsburg noch einmal gespielt hätte.
Eine ziemlich komplizierte Situation. Aber mitten in einem enorm wichtigen Fußballspiel absichtlich eine Verwarnung zu provozieren, ist leichter gesagt als getan und daher ein zweifelhafter Ansatz.
Eric Smith fordert „Leistung“ gegen Mainz 05
Die Tatsache, dass Smith, der gerade genesen ist, mit einer Sperre für das Saisonende rechnen muss, ist definitiv ein Problem. Auch der Offensiv-Allrounder und Stammspieler Danel Sinani muss sich vier Verwarnungen holen. Wichtig: Gelbe Karten der regulären Saison werden nach dem 34. Spiel nicht aufgehoben, sondern für den möglichen Abstieg bei zwei weiteren Spielen berücksichtigt.
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Der Fokus muss nun darauf liegen, gegen Mainz ans Limit zu gehen und die bestmögliche Leistung zu erbringen. „Wir müssen anfangen, Leistung zu zeigen“, forderte Smith in Heidenheim angesichts der schwachen Leistung und sieben sieglosen Spielen. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Wenn wir damit rechnen, dass andere Mannschaften verlieren, haben wir ein Problem. Wir müssen zwei Spiele gewinnen.“ Die Chancen steigen, wenn Smith sein volles Potenzial ausschöpft.
