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ÖVP gegen Neos: Kleinere Fouls zwischen Partnern

    ÖVP gegen Neos: Kleinere Fouls zwischen Partnern

    Provokant gesprochen ist Neo personell und programmatisch das Fleisch der ÖVP – gewürzt mit einer Prise Ordoliberalismus. Deshalb traten die beiden Parteien in der Vergangenheit, als die Neos eine kleine, bissige Oppositionspartei und die ÖVP die dominierende Kanzlerpartei war, nicht so mutig auf, doch ÖVP-Vorsitzender Christian Stocker und Neos-Chef Beit Meinl-Risinger stehen nun in einer gemeinsamen Dreierkoalition zusammen, und während Andre auf eine langfristige Koalition für BÖSP und Andre stoßen könnte. Erbschafts- und Vermögensteuer. In der jüngeren Vergangenheit zeigten jedoch alle Menschen, die Schwarz und Rosa trugen, in der Öffentlichkeit eine unfreundliche Haltung ihnen gegenüber. Was steckt dahinter?

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    Zuletzt löste die – wohlgemerkt einstimmige – Nominierung des ehemaligen Neos-Abgeordneten Gerald Locker für den EU-Rechnungshof in Luxemburg einen weiteren Angriff von ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti aus. Er warf Pinks vor, Locker, einen „Parteifavoriten“, „auf den Thron“ gesetzt zu haben. Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos reagierte scharf und warf den Schwarzen eine Verleumdungskampagne vor. Die FPÖ ist fast salomonisch: „Erst verhandeln sie gemeinsam um Posten und dann führen sie ein schwarz-rosa Show- und Scheinduell darüber“, sagte Generalsekretär Michael Schneidlitz gegenüber PEOPLE. Natürlich hatten auch die Grünen einen Wermutstropfen.

    In der Politik ist jeder sein eigener Nachbar

    Dass der Ruf „Stoppt den Dieb“ inzwischen so laut wird, liegt daran, dass ausnahmslos jeder einen Rucksack voller Verfehlungen mit sich herumträgt, wenn es um die Besetzung von Stellen im öffentlichen Dienst geht; Zugegebenermaßen trifft es Schwarz und Rot besonders hart, weil sie schon so lange Freunde sein dürfen.

    Weil in der Politik im Grunde jeder sein Nachbar ist und die ÖVP dringend nicht mehr allein im Rampenlicht stehen will und vor allem wegen Nachbetrugs an ihrem mittlerweile ehemaligen Klubboss August Wöginger, suchte Marchetti das Unternehmen auf – und traf sich ausgerechnet mit den Pinks, die es zu einem ihrer Markenkerne gemacht haben, wenn alle auffallen wollen. Locker, als Oppositioneller und scharfer Kritiker des befreundeten schwarz-roten Kammerstaates, hat seinen neuen Job in Luxemburg zweifellos verdient – ​​und sicherlich nicht weniger als Altkanzler Karl Neuhammer (ÖVP) für seinen Job als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank. Chuzpe ist manchmal eine politische Kategorie.

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    Shellhorn in einem Porzellanladen

    Zuvor sorgte Neos-Staatssekretär Joseph Schellhorn für eine weitere, gravierendere Verärgerung – und zwar nicht nur zwischen ÖVP und SPÖ, sondern auch in den eigenen Reihen – indem er mit unbedachten Äußerungen im Hintergrundgespräch die ohnehin schon unsichere Einigung über die Eckpunkte des nächsten Doppelhaushalts fast noch einmal ins Wanken brachte. Und seine Kritiker freuen sich bereits auf handfeste Erfolge in Shellhorns eigentlichem Aufgabengebiet, der Deregulierung.

    Bei schwarz-rosa Krawatten müssen Sie sich allerdings keine großen Sorgen machen. Was ÖVP und Neos eint, unterscheidet sie von der SPÖ. Darüber hinaus bleibt das Verhältnis zwischen den Parteiführern unzerbrechlich – und das gilt nicht nur für die Kanzlerin und den Außenminister, sondern auch für einen Dritten in der Gruppe: SPÖ-Chef Andreas Bebler. Solange das so ist, werden die Konflikte zwischen Parteisekretären das bleiben, was sie jetzt sind: kleine Feindseligkeiten zwischen Partnern.

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