...
Skip to content

Alex Pretty Shot: Bericht bringt US-Regierung in Schwierigkeiten

    Alex Pretty Shot: Bericht bringt US-Regierung in Schwierigkeiten

    Der erste offizielle Bericht von Sicherheitsbeamten über die tödliche Schüsse von Bundesbeamten auf den US-Bürger Alex Pretty in Minneapolis bringt die US-Regierung in Gefahr. Laut US-Medien wurde im vorläufigen Untersuchungsbericht nicht erwähnt, dass die Grenzschutzbehörde CBP eine E-Mail an Mitglieder des US-Parlaments geschickt hatte, in der es hieß, Preity habe nach ihrer Waffe gegriffen. Dies war ein Schlüsselelement von Washingtons Interpretation des Vorfalls als Akt der Selbstverteidigung.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Kurz nach dem Vorfall vom Samstag sprach die Heimatschutzministerin Christie Noem von einer legitimen Selbstverteidigung der Einsatzkräfte, weil Pretty eine Waffe richtete und die Beamten dadurch in eine bedrohliche Position brachte. Ein Video vom Tatort entspricht jedoch nicht dieser Darstellung, die im Ermittlungsbericht – der unter anderem auf einer Auswertung der Körperkameras der Beamten basiert – nicht mehr erwähnt wird. Laut Medien wie der New York Times heißt es auch, dass zuerst ein Grenzschutzbeamter und dann ein CBP-Beamter Preeti erschossen hätten.

    Nachdem Regierungsvertreter wie Noem zunächst schwere Vorwürfe gegen Preeti erhoben und ihm wegen der von ihm getragenen Waffe Tötungsabsichten vorwarfen, versuchen sie nun unter dem Druck der öffentlichen Gegenreaktion einen differenzierteren Ton anzuschlagen. Besonders bemerkenswert ist eine neue Aussage von Trumps stellvertretendem Stabschef Stephen Miller, der Pretty ursprünglich als „inländischen Terroristen“ bezeichnete und ihn praktisch für seinen eigenen Tod verantwortlich machte.

    Die Videoaufzeichnung widerspricht den offiziellen Aussagen

    CNN berichtete nun, dass der Rechtsextremist Miller nun eine Stellungnahme mit ganz anderem Ton an den TV-Sender geschickt habe. Demnach laufe derzeit eine Untersuchung darüber, warum die Beamten sich nicht an das für ihren Einsatz vor der Schießerei festgelegte Protokoll gehalten hätten.

    SEE ALSO  Gaza -Hilfsflotte: Israel: Kein Schiff kommt in Gazastreifen an

    Die tödliche Schießerei auf den 37-Jährigen löste im ganzen Land große Empörung aus und erforderte eine Erklärung der Trump-Regierung, da Videoaufzeichnungen im Widerspruch zu offiziellen Aussagen standen. Wochen zuvor hatte ein ICE-Einwanderungsbeamter in Minneapolis die US-Bürgerin Renee Good in ihrem Auto erschossen. Zuvor hatte die US-Regierung Tausende Bundesbeamte in die Stadt und den umliegenden US-Bundesstaat Minnesota geschickt.

    Einsatzkräfte, von denen einige Masken trugen, sollen bei den berüchtigten Razzien geholfen haben, mit denen Trumps strenge Abschiebepolitik durchgesetzt wurde. Demokratische Stadtführer in Minneapolis und der demokratisch regierte Staat wehren sich gegen die massive Präsenz.

    Nach der Schießerei veröffentlichte das Heimatschutzministerium Fotos einer Waffe, die sich angeblich bei Pretty befand – und beschrieb den Fall so, dass er sich mit einer Waffe den Beamten genähert und eine ernsthafte Drohung ausgesprochen habe. Er leistete Widerstand, als er versuchte, ihn zu entwaffnen. Ein Beamter habe aus Angst um ihr Leben einen Verteidigungsschuss abgefeuert, behauptete das Ministerium – obwohl Preeti zu diesem Zeitpunkt bereits unbewaffnet war, wie aus Videoaufnahmen hervorgeht.

    Pretty schien entschlossen zu sein, maximalen Schaden anzurichten und die Beamten zu töten, sagte Noem kurz nach dem Vorfall. Auf dem Video vom Tatort ist davon nichts zu sehen. Trump unterstützte dennoch seinen Minister.

    Kritik an unzureichender Aufklärung des Falles

    Laut CBS News heißt es in dem Untersuchungsbericht, dass die Beamten die beiden Frauen zunächst beim Pfeifen auf der Straße antrafen und ihnen sagten, sie sollten aus dem Weg gehen. Als sie weggestoßen wurden, intervenierte Preity und wurde später in Gewahrsam genommen. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem einer der Beamten mehrmals schrie, Preeti habe eine Waffe. Danach wurden Schüsse aus den Waffen beider Beamten abgefeuert.

    SEE ALSO  Tot und verletzt: schwerwiegender russischer Luftstreik auf der Ukraine

    Nach Angaben des Fernsehsenders wurde in dem Bericht nicht näher erläutert, ob alle Kugeln Preeti getroffen hatten. Nach der Schießerei enthüllte ein Beamter, dass sich Pritis Waffe in seinem Besitz befunden habe.

    Neben der tödlichen Erschießung des 37-Jährigen stößt auch die Art und Weise der Aufklärung des Falles auf Kritik. Der US-Bundesstaat beklagte, dass Bundesbehörden Ermittlern den Zugang verweigert hätten und der Vorfall eigentlich von lokalen Behörden untersucht werden müsste.

    Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verbreitet oft falsche Behauptungen oder berichtet zumindest punktuell die Wahrheit, sodass Kritiker ihren Darstellungen nicht mehr trauen.

    Trump: Pretty hätte keine Waffe haben sollen

    Trump hat nun gesagt, dass Pretty seiner Meinung nach keine Waffe haben sollte. „Er hatte eine Waffe. Das gefällt mir nicht.“ Es trug auch zwei voll geladene Magazine. Zugleich sprach Trump, dessen Republikaner traditionell das Recht auf freies Waffentragen befürworten, von dem „unglücklichen Vorfall“. Nach Angaben der Polizei besaß Preeti einen Waffenschein.

    Zum Einsatz von Bundesbeamten sagte Trump auch, dass niemand wisse, wann Pritis Waffe gesehen worden sei. Angesichts der ursprünglichen Entscheidung der Regierungsvertreter während der Tat ist dies eine bedeutsame Aussage. Die Frage, ob Priti bei einem Protest wie am Tag des Vorfalls eine Waffe tragen sollte, wird vielfach diskutiert.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Source link