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Auf dem Feld in Australien: Für zwei iranische Fußballspieler beginnt ein neues Leben

    Auf dem Feld in Australien: Für zwei iranische Fußballspieler beginnt ein neues Leben

    Es sind die Bilder, die sofort ins Auge fallen: Fatemeh Takhideh und Atefeh Ramzanisadeh stehen lächelnd auf dem Trainingsgelände des Brisbane Roar FC, umgeben von Teamkollegen in dunkelroten Trikots. Kein Kopftuch. Kein sichtbarer Zwang. Nur Fußball. „Alles wird gut“, schrieb Takhideh auf Instagram – Worte, die von mehreren Medien, darunter der BBC, zitiert wurden. Ramadanisadeh fügte zum offiziellen Vereinsfoto lediglich hinzu: „Danke für alles!“, während Pasandideh ein Handschlag-Emoji postete – ein stilles Zeichen der Einigkeit, eines möglichen Neuanfangs.

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    Ich mache bereits eine Ausbildung in Australien

    Club-CEO Kaz Patafta machte den Wechsel offiziell: „Brisbane Roar heißt Fatemeh Takhimideh und Atefeh Ramadanisadeh offiziell in den Trainingseinrichtungen des Clubs willkommen, um mit unserem A-League-Frauenteam zu trainieren. Wir sind bestrebt, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten, während sie die nächsten Schritte bewältigen.“ Der Verein wollte sich zu diesem Zeitpunkt nicht weiter äußern.

    Ein Kommentar zu Ramadanisadehs Bild wies auf ein Detail hin, das vielen Menschen ins Auge fiel: „Beachten Sie, wie ihre Kopftücher verschwinden, sobald sie die Wahl haben.“ Doch hinter diesen Bildern der Erleichterung verbirgt sich eine komplexere Entwicklung – die von fünf anderen Frauen, die sich anders entschieden haben oder anders entscheiden mussten.

    Habe die Nationalhymne nicht mitgesungen

    Ursprünglich hatten sieben Mitglieder der iranischen Frauen-Nationalmannschaft – sechs Spielerinnen und ein Trainer – in Australien Asyl beantragt. Auslöser war ihr Verhalten im Spiel gegen Südkorea am 2. März: Sie haben die Nationalhymne nicht gesungen. In den iranischen Staatsmedien wurden sie daraufhin als „Verräter“ bezeichnet – ein Vorwurf, der in der Islamischen Republik schwerwiegend ist und im Extremfall tödlich enden kann.

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    Die australische Regierung reagierte schnell und stellte humanitäre Visa aus. Auch Brisbane Roar öffnete seine Türen schnell und ohne größere Probleme. Der Football Club wandte sich letzte Woche in einer Erklärung direkt an die Spieler: „Keine Politik. Keine Bedingungen. Nur Fußball, Gemeinschaft und ein herzliches Willkommen. Queensland ist jetzt Ihr Zuhause.“

    Während zwei Sportlerinnen das Angebot angenommen haben und bereits auf den Trainingsplatz zurückgekehrt sind, haben fünf weitere Frauen in den vergangenen Tagen ihre Asylanträge zurückgezogen. Er trat seinem Team wieder bei, als es in Kuala Lumpur geschlossen wurde. Warum sich die Mehrheit für eine Rückkehr entschieden hat, lässt sich von außen kaum abschließend beurteilen. Einige Erkenntnisse deuten jedoch auf einen erheblichen Druck hin. Laut einem Reporter des Sydney Morning Herald stiegen einige Spieler mit Tränen in den Augen in das Flugzeug, als der Flug in Sydney startete. Mithilfe einer Übersetzungs-App erklärten sie am Tor, dass sie zu ihren Familien zurückkehren wollten.

    In Kuala Lumpur entdeckten iranische Diaspora-Aktivisten das Hotel der Delegation und versuchten, die Frauen zu warnen. Ein Spieler trat nach draußen und erklärte, dass die Regierung Belohnungen versprochen habe und dass sie „wie Prinzessinnen“ willkommen geheißen würden. „Das ist eine Lüge“, schrien ihn Mitglieder der Diaspora an. Laut Raha Pourbakhsh, einer Journalistin des unabhängigen Senders Iran International, soll ein Mitglied des Hilfsteams die Frauen während ihres Aufenthalts in der Unterkunft zur Rückkehr ermutigt haben.

    Der australische Innenminister Tony Burke warnte lokale Medienvertreter: „Wir können den Kontext, in dem diese Spieler ihre unglaublich schwierigen Entscheidungen treffen, nicht ignorieren.“ Finanzminister Jim Chalmers äußerte sich gegenüber ABC unverblümt: „Ich mache mir Sorgen um sie. Ich kann mir den Druck, der auf ihnen lastet, nur vorstellen.“

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    Der Druck dürfte enorm sein

    Wie groß dieser Druck wirklich war, bleibt abzuwarten. Menschenrechtsaktivisten vermuten seit Jahren, dass Drohungen gegen Familienangehörige ein zentrales Instrument des iranischen Staates sind – ein Druckinstrument, das über die Landesgrenzen hinaus wirkt und dem sich die Betroffenen kaum entziehen können. Gleichzeitig sagte Windsor John, Generalsekretär der Asian Football Confederation (AFC), dass die Mannschaft in Malaysia „in guter Stimmung“ sei. Er wirkte weder demotiviert noch verängstigt, zitierte ihn der Sender ABC.

    Von Kuala Lumpur aus reiste das Team mit seinen Begleitern in den Oman. Von dort sollten wir wieder nach Hause gehen. Was die Spieler dort erwartet, ist unklar. Man kann nur hoffen, dass die Worte der Wahl – „Alles wird gut“ – auch für den Rest der Frauen gelten.

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