Wurde von Matthias Sammer, dem wohl meistgesuchten Stürmer Deutschlands, gerügt: Fabian Hürzeler Foto: IMAGO/Every Second Media
„Aufstieg mit Pauli“: Zammer lehnt Hürzeler ab – holt El Mala wahrscheinlich
Er bog um die Ecke. Nach einer langen Durststrecke musste Fabian Hürzeler bei Brighton and Hove Albion viel Kritik einstecken, doch in den vergangenen Wochen haben der ehemalige Trainer des FC St. Pauli und seine Mannen erneut den Weg an die Spitze beschritten. Allerdings sorgte der 33-Jährige in jüngster Vergangenheit vor allem mit harscher Kritik am Spielstil des designierten Meisters Arsenal FC für Schlagzeilen. Dies zeigte sich auch am Dienstagabend vor dem erstklassigen Spiel der Gunners gegen Leverkusen (2:0).
Kurzer Rückblick: Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Arsenal wählte Hürzeler klare Worte. „Ich glaube, es gab heute nur eine Mannschaft, die versucht hat, Fußball zu spielen“, sagte er und bezog sich dabei nicht auf die Spitzenreiter. Er war ihm (und nicht zum ersten Mal) durch die Zeitverschwendung negativ aufgefallen. „Ich werde nie ein Trainer sein, der so versucht zu gewinnen“, sagte der Aufstiegstrainer von St. Louis. Pauli. „Ich möchte Spieler weiterentwickeln. Ich möchte, dass sich die Spieler weiter verbessern und weiterhin auf dem Feld Fußball spielen.“ Obwohl jede Mannschaft versuche, so viel Zeit wie möglich zu gewinnen, „denke ich, dass es dafür eine Grenze geben muss und diese Grenze muss von der Premier League festgelegt werden. Im Moment können sie einfach machen, was sie wollen.“
Zamer kritisierte den ehemaligen St.-Trainer Pauli Hürtzeler
Das war in England natürlich ein großes Thema, zumal Hürzeler mit seinen Ansichten nicht allein ist. Allerdings meinte Matthias Zammer, TV-Experte bei Prime Video, dass er es nicht so hätte sagen sollen. „Sie sind im Moment nicht ganz so frisch“, gab der 58-Jährige zu und fuhr fort: „Aber sie so hart zu kritisieren … und den einen oder anderen, auch Fabian Hürzeler, ich weiß, er stand unter Druck, egal, ich schätze ihn sehr und respektiere seine Art – aber bevor man so eine Mannschaft kritisiert, muss man mit Pauli mindestens drei Titel gewonnen haben und nicht aufgestiegen sein oder die Premier League ist einfach nicht angebracht und man muss einfach etwas Respekt haben.“
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Es ist nicht bekannt, ob Hürzeler sich durch solche Texte von seinen Ansichten abbringen ließ. Vermutlich nicht, zumal Sammers Expertenkollege Mats Hummels Verständnis für den Punkt zeigte. „Es ist nicht schön anzusehen“, fügte er hinzu. „Sie sind oft besser als ihre Gegner. Ich schaue mir das auch nicht gern an. Es hat mich nicht wirklich beeindruckt. Ich war beim ESC euphorischer, als wir anderen Ländern einen Punkt abgenommen haben.“ Und dann hat Hürzeler genug zu tun mit aktuellen Themen und Plänen für die Zukunft und sicherlich auch mit positiven Ansätzen.
Saeed El Malla aus Köln auf dem Weg nach Brighton?
Laut Bild steht das Kölner Megatalent Saeed El Mala, der kürzlich beim HSV sein neuntes Saisontor erzielte, vor einem Wechsel zu den Seagulls. Brighton hatte im Wintertransferfenster bereits ein schriftliches Angebot über angeblich 30 Millionen Euro eingereicht, das jedoch abgelehnt wurde. Nun ist Hürzelers Klub offensichtlich zu spürbaren Verbesserungen bereit und das angekündigte Gehalt (laut „Bild“ rund 20 Millionen Euro über fünf Jahre) scheint auch bei El Malas Eltern, die ihren Nachwuchs beraten, einen Nerv getroffen zu haben. Natürlich steht die Bestätigung des Deals noch aus.
