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Ausnahmezustand nach erfolgreicher ÖSI-Qualifikation – Arnautovic fordert Nationalfeiertag

    Ausnahmezustand nach erfolgreicher ÖSI-Qualifikation – Arnautovic fordert Nationalfeiertag

    Michael Gregoric schießt das Golden Goal zum 1:1. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

    Ausnahmezustand nach erfolgreicher ÖSI-Qualifikation – Arnautovic fordert Nationalfeiertag

    Die verrückteste Szene des Abends voller Emotionen und Beleidigungen ereignete sich kurz nach Mitternacht. Der Kapitän saß am Steuer des schwarzen Trainers, der die österreichischen Nationalspieler vom Ernst-Happel-Stadion direkt zur Weltmeisterschaft zu fahren schien: David Alaba lachte, winkte mit der rechten Hand, lenkte mit der linken und gab Gas. Umstehende schauten verwirrt: Bist du dumm?

    Der aufgeregte Marko Arnautovic wollte dem ersten WM-Auftritt einer österreichischen Mannschaft seit 1998 eine besondere Dimension verleihen. Nach dem 1:1 (0:1) gegen Bosnien und Herzegowina fragte er den ORF: „Eine Botschaft an die Regierung. Kanzler. Bundespräsident. Dass heute, am 18. November, ein Feiertag für alle ist. Die WM ist die Krone für alle. Bitte, alle Politiker im Stadion sollten darüber nachdenken.“

    Heute Abend endeten 10.010 Tage Warten, gefolgt von 235 Tagen konzentrierter Vorfreude. „Es fühlt sich an wie all die Aufstiege und der Pokalsieg mit Schalke“, sagte Teamchef Ralf Rangnick. „Mir ist aufgefallen, wie viele Menschen sich mit dieser Mannschaft identifizieren. Deshalb freue ich mich für jeden Österreicher, dass wir es geschafft haben.“ Er selbst sei „flach, weil es arbeitsreiche Tage waren“, fügte er hinzu.

    Ehemaliger Hamburger Gregoric: „Wir haben Geschichte geschrieben“

    Der letzte Gruppensieg tat sein Übriges. Ein frühes 0:1 durch den Gladbacher Haris Tabakovic (12.), ein nicht anerkanntes Tor von Konrad Laimer (43.), eine starke Leistung im bosnischen Tor in der zweiten Halbzeit – und schließlich die Erlösung durch „Joker“ Michael Gregoric (77.). „Wir haben Geschichte geschrieben. Es gibt kein besseres Gefühl. Wir haben es geschafft. Es ist unglaublich, es ist unglaublich!“ „Gregerl“ sagte.

    „Wir sind die Weltmeisterschaft!“ applaudierte der Kronen Zeitung. Erwartungsgemäß war in der österreichischen Umkleidekabine einiges los: Die Spieler trugen WM-Trophäen-T-Shirts, die Basis war rot-weiß-rot und die inoffizielle Nationalhymne „I’m from Austria“ wurde gesungen und geschrien. Für Österreich ist es die achte WM-Teilnahme, ihr bisher größter Erfolg: der dritte Platz in der Schweiz 1954.

    Arnautovic und Alaba nutzen ihre letzte WM-Chance

    Was in dem Gefühlsausbruch immer wieder betont wurde: Dass unter Rangnick, dem Teamleiter 2022, eine eingeschworene Gemeinschaft entstanden ist. „Die Art und Weise, wie sich diese Mannschaft verhält und zusammenhält“, sagte er, „ist in einer anderen Liga.“ Der ehemalige Nationalspieler Herbert „Schneckerl“ Prohaska lobte: „Alle haben alles in dieses Tor gesteckt, vor allem die etablierten Spieler um Arnautovic und Alaba.“

    Für Arnautovic, 36, und Alaba, 33, bedeutete die WM-Teilnahme „alles“, sagte Rangnick. „Dieser Generation war klar, dass dies ihre letzte Chance war.“ Ja, räumte Alaba ein, der mangels Fitness erneut nicht zum Einsatz kam, „einige von uns haben es jahrelang versucht, sind aber immer gescheitert“. Und ja, „viele von uns hatten Momente des Zweifelns. Dass der Traum nun wahr wird, ist etwas Besonderes.“

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    Wie die Spieler feststellten, spielte auch der österreichische Bundespräsident eine Rolle. Alexander van der Bellen erschien vor dem Spiel in der Kabine und sagte unter anderem: „Du brauchst mich nicht, aber wir brauchen dich.“ Seine letzten Worte: „Gemma, Jungs!“ Es klingt ein wenig wie der „kaiserliche“ Erlass vor dem WM-Finale 1990: „Lasst uns rausgehen und Fußball spielen!“ (sid/th/mm/tl/fwe)

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