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Backtracking ausgeschlossen: Wiederkehr setzt auf weniger Latein und mehr KI

    Backtracking ausgeschlossen: Wiederkehr setzt auf weniger Latein und mehr KI

    NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr verteidigte am Samstag erneut seinen Plan, die Stundenzahl für Latein und eine weitere Fremdsprache an AHS-Gymnasien zugunsten von Informatik und Künstlicher Intelligenz zu reduzieren. Er verneinte am Samstag in „Guest in the Journal“ einen „Rückzieher“ und zeigte sich zuversichtlich, dass eine politische Einigung erzielt werden würde. Bisher waren die Koalitionspartner ÖVP und SPÖ skeptisch.

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    „Übertreibung auf der Medienbühne“

    Wiederkehr ortete eine „mäßig abgestufte Eskalation“ der Debatte. Sein Plan sieht vor, die Zahl der Wochenstunden für Latein oder eine andere lebende Fremdsprache von drei auf zwei zu reduzieren. Kritik kam auch von AHS-Direktoren und der Lehrergewerkschaft. „Sprachkenntnisse sind immer noch wichtig, insgesamt haben wir immer noch mehr Lateinunterricht als Informatik, KI und Medienpädagogik zusammen“, betonte der Pink-Vizeparteichef. Es gibt noch keinen endgültigen, schriftlichen Vorschlag.

    Seit Wiederkehr Ende Januar seine Initiative zum Aufhorchen ergriff, ist es zu einem politischen Thema geworden. Kritik gab es von der ÖVP und der Lehrergewerkschaft sowie einer Vielzahl von AHS-Direktoren. In einer Umfrage unter rund 360 Mitgliedern mit einer Beteiligungsquote von 75 Prozent sprachen sich mehr als 90 Prozent der Schulleitungen gegen Kürzungen in Latein oder einer anderen Fremdsprache aus. Auch die SPÖ war nicht begeistert; Bildungssprecher Heinrich Himmer sagte der APA vor einigen Tagen, dass er diese Lehrplanänderung in naher Zukunft nicht erwarte.

    Wiederkehr reagierte auf die Kritik, dass viele Leute neue Inhalte wollen, „und wenn etwas hinzugefügt wird, muss auch etwas entfernt werden.“ Sie sieht in ihrem Plan auch mehr Autonomieoptionen für Schulen vor. Außerdem möchte er das Thema „Medien und Demokratie“ vorstellen.

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    Planen Sie sechs Jahre Grundschule ein

    Noch weniger begeistert zeigte sich die ÖVP von Wiederkehrs Plänen für eine sechsjährige Grundschule. Das Ministerium bereitet derzeit ein Pilotprojekt in Wien vor. Verbündete sieht Wiederkehr jedoch in „allen Parteien“. Für die Verlängerung gebe es auch „Beweise aus über 30 Ländern“. Auf jeden Fall soll es weiterhin eine Mittelschule und ein Gymnasium geben, allerdings kürzer als bisher. Auch über die „mittlere Reife“ am Ende der Pflichtschulzeit will Wiederkehr diskutieren. Dies bedeute nicht, dass es sich um einen „Tod der High-School“-Fall handele, betonte er.

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