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„Bad Blood“: Der Skandal erschüttert noch immer die Welt des Skispringens

    „Bad Blood“: Der Skandal erschüttert noch immer die Welt des Skispringens

    Die Anzüge lösten einen Skandal aus: In der Welt des Skispringens gibt es immer noch schwere Vorwürfe. Foto: IMAGO/Eibner

    „Bad Blood“: Der Skandal erschüttert noch immer die Welt des Skispringens

    Der Weltcup-Skandal wird Auswirkungen haben, wenn am Freitag die Skisprungsaison beginnt. Das Image des Sports hat gelitten, die Wut auf Norwegen ist immer noch da.

    Andreas Wellinger glaubt den Betrügern aus Norwegen immer noch nicht, Philipp Raimund sieht sogar „böses Blut“, das Image einer ganzen Sportart ist beschädigt: Wenn am Freitag der Olympia-Winter beginnt, kann von einer perfekten Welt in der einst so ruhigen Skisprung-Familie kein Wort mehr sein. „Das Vertrauen in unseren Sport hat enorm gelitten“, sagt Routinier Wellinger vor Beginn der Weltmeisterschaft ausgerechnet in Norwegen.

    Die DSV-Springer glauben nicht an die Unschuld der Norweger

    Acht Monate sind seit dem WM-Skandal vergangen, doch der Skandal um die manipulierten Anzüge von Marius Lindvik und Johan Andre Forfang ist immer noch nicht vergessen. „Zum Glück habe ich nicht viel von ihr gesehen“, sagt Wellinger. Das wird sich nun in Lillehammer ändern. Unterdessen behaupten die beiden Norweger weiterhin, sie hätten nichts davon gewusst. Aber: „Das akzeptiere ich nicht“, sagt der DSV Adler.

    Wellinger und viele andere wollen nicht glauben, dass weder Lindvik noch Forfang die Veränderungen an ihrem Kostüm bemerkt haben. Befremdlich erscheint auch die Behauptung, dass die Manipulation, die heimlich auf Video aufgezeichnet wurde, damals zum ersten Mal durchgeführt wurde. Warum sollten die Betreuer nach einer starken WM eine noch nie zuvor erprobte Innovation einflechten, insbesondere vor dem wichtigsten Wettbewerb?

    Lindvik und Forfang sind zum Saisonstart startberechtigt

    Da die mehrmonatigen Ermittlungen keine Hinweise auf eine Beteiligung der Olympiasieger Lindvik und Forfang ergaben, erhielten beide eine dreimonatige Sommersperre und durften am Wochenende antreten. „Es wird einige Zeit dauern, bis ich den Norwegern wieder vertrauen kann“, sagt Raimund.

    Ob die Autorität des Sports gelitten hat, werden die Zuschauerzahlen und Einschaltquoten in den kommenden Monaten zeigen, auch in Deutschland. „Die ganze Idee des Skispringens wurde in den Dreck gezogen“, sagt Raimund und gibt zu: „Es gibt immer noch ein bisschen böses Blut.“

    Bild vom Skispringen „wurde durch den Schlamm gezogen“

    Ähnliche Geräusche kamen kürzlich auch aus anderen Ländern und veranlassten Lindvik zu einer Reaktion. „Diejenigen, die am lautesten schreien, sind diejenigen, die selbst am schlimmsten waren“, sagte er zu Dagbladet. Dass er auch im regelkonformen Anzug gut springen kann, bewies der Norweger im August mit seinem Sieg beim ersten Grand Prix des Sommers. Wenige Tage später wurde das Verbot verkündet.

    Im Kampf um Vertrauen reagierte auch der Weltverband FIS. Neben strengeren Farbregeln gibt es nun auch gelbe und rote Karten. Demnach wird ein Springer, der aufgrund eines Verstoßes gegen die Ausrüstung disqualifiziert wird, künftig eine gelbe Farbe sehen. Ein weiteres Vergehen führt zu einer roten Karte und einer Sperre für den nächsten Wettbewerb.
    Bundestrainer Stefan Horngacher, der in seine letzte Saison geht, hält diese Neuerungen zumindest für gut.

    Trainer Horngacher gefallen nur einige der Veränderungen in der FIS

    Den Prozess gegen die Norweger beurteilte er anders. „Wir hätten etwas anderes erwartet. Manche Dinge wurden gar nicht erst auf den Tisch gelegt. Das ist ziemlich ernüchternd“, sagte der Österreicher.

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    Ob die neuen Regeln zumindest das Vertrauen wiederherstellen, wird sich im Winter zeigen. (sid/fwe)

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