Benka Barloški war nicht mit allem einverstanden, was sie auf dem Band sah. Foto: IMAGO/Eibner
Bei Towers-Pleite: Probleme mit der Schiedsrichtertechnologie stören den Spielverlauf
Das letzte Spiel der Veolia Towers Hamburg liegt 19 Tage zurück – und das zeigte sich auch beim harten BBL-Auswärtsspiel der Mannschaft von Trainer Benka Barloski gegen die MHP Riesen Ludwigsburg. Die Towers fanden vor allem zu Beginn nicht in ihren Rhythmus und verloren am Ende verdient mit 67:75 (33:47). Auch die Schiedsrichtertechnik war ein Störfaktor.
Schon vor Spielbeginn versammelten sich die Schiedsrichter vor dem Schiedsrichterfeld, im ersten Viertel kam es zu Unterbrechungen, weil die Ausrüstung nicht richtig funktionierte. Es stellte sich heraus, dass es Probleme mit der Synchronisation zwischen den Schiedsrichtersignalen und der Zeit gab. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam es erneut zu Schwierigkeiten.
Die stark geschwächten Gastgeber, die am Freitag bereits ihr erstes Spiel seit der Länderspielpause bestritten hatten, konnten den holprigen Start schneller abschütteln und setzten sich im ersten Viertel schnell ab. Aus Hamburger Sicht stand es nach der ersten Halbzeit 12:24. Ein Defizit, dem die Towers fortan nachjagten. Im zweiten Viertel verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Barloski, doch ein 0:8-Lauf vor der Halbzeit ließ das kurze Comeback scheitern. Wir gingen mit nur 33 Punkten und einer schlechten Zwei-Punkte-Wurfquote deutlich unter 40 Prozent in die Pause.
Verbesserte Türme in der zweiten Hälfte
Barloschky fand dort die richtigen Worte und die Towers kämpften sich nach und nach zurück ins Spiel, so dass sie in der zweiten Halbzeit insgesamt nur 28 Punkte zuließen. Die MHP Giants konnten ihre Gäste im dritten Drittel zwar auf Distanz halten, doch das Spiel veränderte seine Dynamik, da die Towers eingängiger wurden, mehr Rebounds bekamen und auch vor dem Korb souveräner wirkten. Zwischen der Halbzeit und der Mitte des vierten Viertels ließen die Towers nur 15 Punkte zu und punkteten hart, so dass es 61-62 stand.
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Doch was folgte, war ein weiterer Durchbruch im Hamburger Spiel, statt einer völligen Kehrtwende und zu vielen Fehlentscheidungen. Die Giants zogen erneut bis auf acht Punkte heran und die Towers erholten sich nicht von ihrem erneuten Rückstand in den letzten zwei Minuten. Am Ende stand eine 67:75-Niederlage. „Wir haben das erste Viertel verschlafen“, kritisierte Benedikt Turudic nach dem Spiel am Mikrofon von Dyn. „Hut ab vor Ludwigsburg“, gratulierte er und lobte vor allem, wie der Gegner seine Personalprobleme vergessen ließ. Bester Scorer der Towers war Devon Daniels mit 16 Punkten. Das nächste Spiel findet am Dienstag im Inselpark gegen Science City Jena statt.
