Der Pferdesport hat mehr Wellen. Der Weltverband FEI hat auf seiner Generalversammlung in Hongkong mit großer Mehrheit eine Schwächung der sogenannten „Blutregel“ beschlossen. Dies bedeutete, dass bisher jedes Pferd mit Anzeichen von Blut vom Wettbewerb zurückgezogen werden musste. Es ist unterschiedlich, wenn es eine „leichte Blutung“ gibt, können Sie weiterfahren. Österreichs Verbandspräsidentin Elisabeth Max-Thürer, selbst Dressur-Olympiasiegerin von 1980, freut sich über die Änderung und übt heftige Kritik: „Ich halte es für einen klaren Schritt. Wenn das Pferd durch den Aufprall des Reiters blutet, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, dann ist Schutz nötig.“ Das Pferd hat Vorrang – und nicht die Fortsetzung des Wettbewerbs.“
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Auch Max-Thürer besteht darauf, dass sich bei den Wettkämpfen in Österreich nichts ändern wird; Hier wird jedes Pferd mit Blut am Maul oder an der Seite aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. „Das Wohl des Pferdes steht an erster Stelle! Das werden wir kommunizieren“, sagte sie in der OEPS-Sendung. Für Max-Thürer steht außer Frage, dass „Erfolg und Tierschutz kein Widerspruch sind“. Aber das muss man auch beweisen; Sie sollten auf keinen Fall von der „moralischen Basis“ abweichen. Sie akzeptieren auch nicht das Argument des Weltverbandes, dass mehr Transparenz und Objektivität umgesetzt werden müsse: „Das ist Kosmetik, tatsächlich ist diese Regelung nicht klar, sondern schafft Grauzonen.“
Was die Oberösterreicher besonders verärgert, ist die Klarheit des Votums – die Weltorganisation stimmte mit 56:20 für die Änderung. Und das, obwohl sich „viele der führenden europäischen Reitsportnationen“ wie Deutschland, die Schweiz, Dänemark, die Niederlande und Österreich klar gegen die Wasserabgabe ausgesprochen hatten. Aber: „Jedes Mitgliedsland hat eine Stimme, egal ob Frankreich mit 11.204 registrierten Turnierpferden und 5.391 registrierten Athleten oder beispielsweise Angola oder Äthiopien mit null registrierten Pferden und Athleten.“ Max-Thürer: „Länder ohne nennenswerte Pferdesportaktivität entscheiden über Regeln, die den Kern unseres Sports betreffen.“
Gleichzeitig sieht Max-Thürer auch die olympische Zukunft des Pferdesports in Gefahr: „Der Pferdesport kann nur überleben, wenn die Gesellschaft sieht, dass das Pferd unser Partner ist – und nicht Mittel zum Zweck. Jede Regel, die diesen Grundsatz verwässert, ist gefährlich. Ich sage es offen: Wenn die FEI so weitermacht, verlieren wir irgendwann den Olympiastatus und den Olympiastatus für die Show im Para-Sprung. Paradressur.“
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