Martin Breunig verletzte sich am Oberschenkel. Foto: WITTERS
Broynig verletzt! Die Hamburger Türme scheitern im neu aufgestockten Trier
Die Hamburger Türme sollen weiterhin nach unten zeigen. Die Towers unterlagen der Bundesliga und besiegten die Trier Gladiators mit 92:101 (48:55). Besonders besorgt sind die Wilhelmsburger über die Verletzung von Martin Breunig, der den Platz früher verlassen musste.
Breunig hatte gerade nach fast acht Minuten seinen ersten Korb geschossen, als er sich an der linken Hüfte festhielt und nicht mehr weitermachen konnte. Die genaue Diagnose wurde noch erwartet; Eine Verlängerung wäre für den 34-Jährigen, der gerade seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat und maßgeblich am Aufstieg der Towers beteiligt ist, wohl das Harmloseste.
Kurz darauf hämmerte LG Thorpe unbeeindruckt den Ball in den Trierer Korb und erhöhte auf 18:13. Hamburg kam gut ins Spiel, doch ohne Breunig wurde es auf Dauer schwierig. Ein Tipp von Devon Daniels brachte Towers im ersten Viertel mit 25:23 in Führung.
Schwächephase nach dem Turudic-Korb
Im zweiten Viertel wechselte die Führung häufig. Ein Dunk von Benedikt Turudic sorgte nach 17 Minuten für den 43:41-Stand für die Towers, doch dann gönnten sie sich eine Schwächephase. Fehlpässe, verpasste Dreier und Punkte fast ausschließlich von der Freiwurflinie, wo man allerdings recht souverän agierte. Dennoch reichte es nicht, einen 48:55-Rückstand zur Halbzeit zu verhindern.
Im dritten Viertel bauten die Trierer ihren Vorsprung auf zwölf Punkte aus, doch die Towers ließen sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Nicklas Wimberg verkürzte mit einem Dreier die Führung auf 69:72, doch sein Distanzschuss wurde in der letzten Sekunde geblockt. Nach einem Korb der Trierer warf LG Thorpe den Ball aus über 20 Metern ins Tor und erhöhte am Ende der Stunde auf 72:74. Ein spektakulärer Korb – und nur zwei Punkte Rückstand vor dem letzten Viertel.
Die Türme lassen die Verteidigungsarbeiten hinter sich
In der Schlussphase konzentrierte sich das Offensivspiel der Hamburger zu sehr auf ihren besten Schützen Devon Daniels, dessen Kreise von den Triern nun immer mehr eingeengt wurden. „Wir hatten sie schon einmal, wir müssen sie wieder holen“, betonte Barloski während einer Auszeit beim Stand von 82:90: „Aber um das zu schaffen, müssen wir in der Verteidigung unseren Job machen.“ Doch das Comeback scheiterte: Als Wimberg Clay Guizot 198 Sekunden vor Schluss einen Dreier erlaubte, war nicht nur die Defensivarbeit unvollendet, sondern die Entscheidung fiel faktisch beim Stand von 87:97.
„Trier kam zu leicht unter den Korb“, analysierte Kenneth Ogbe nach dem Spiel: „Und als sie nicht punkteten, fühlte es sich an, als würden sie jeden Angriff in einen Angriff umwandeln. Unsere Eins-gegen-eins-Verteidigung war nicht das, was wir wollten.“ Dank seines starken Freiwurfschießens (10 von 10!) war Daniels mit 24 Punkten erfolgreichster Hamburger. Auch Thorpe (19) und Ogbie (12) punkteten im zweistelligen Bereich.
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Mit 8:14 Siegen liegt Hamburg auf dem 15. Platz, zwei Siege vor Heidelberg, dem aktuell ersten Absteiger. Das Rückspiel zwischen den Towers und Trier findet am Sonntag (18 Uhr) statt, da das ursprünglich für den Winter geplante Spiel in Hamburg wegen übermäßigem Schneefall auf dem Dach der Inselpark Arena abgesagt werden musste.
