Hände mit geballten Fäusten zum Himmel ausgestreckt, Augen geschlossen. Millisekunden nach dem Schlusspfiff jubelte GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer nur für sich, bevor er mit seinem Trainerteam in einen Kreis sprang und einen 2:1-Sieg über Blau-Weiss Linz feierte. Die Red Jackets schrieben Geschichte, indem sie zum ersten Mal seit ihrem Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse drei Siege in Folge feierten. Die rote Welt leuchtet auch in den nächsten zwei Tagen rosa, sodass sich die Spieler regenerieren können.
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Unterstützer sind begeistert. Für viele von ihnen ist der Klassenerhalt gelungen, da die Reds mit neun Punkten Vorsprung auf Oberösterreich am Tabellenende liegen. Andere Fans sehen ihr Team bereits in Europa. „Fans können träumen. Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt GAK-Torwart Franz Stolz. Und Murat Satin fügte hinzu: „Ziele können zu hoch gesteckt werden, aber für mich persönlich ist es wichtig, dass wir unten einen großen Abstand haben.“ Den Spielern macht es aber nichts aus, wenn die Siege Nummer vier und fünf folgen.
Zurück zum dritten Sieg in Folge. Mit beherztem Einsatz und etwas Glück holten die Grazer drei Punkte. Der erste Treffer fiel durch ein Handspiel von Alem Pesic. Nach Intervention des VAR zeigte Schiedsrichter Markus Hamiter auf den Elfmeterpunkt. Alexander Hofleitner (40.) verwandelte den Elfmeter. Zuvor hatte der GAK mit der Defensivstärke der Linzer zu kämpfen. Die Grazer hatten Chancen, blieben aber erfolglos.
Nach dem Wechsel wurden die Linzer aggressiver und der eingewechselte Ronivaldo (62.) sorgte für den 1:1-Endstand. GAK schwankte. Auch weil sie dem Spielaufbau treu geblieben sind, den die Reds zuletzt erfolgreich gespielt hatten. Mit dieser Art schafft das Team Freiraum. Allerdings mangelte es einigen Spielern dieses Mal an Agilität und Mobilität. Jacob Italio hatte die Reise aus Australien noch im Bein, Christian Lichtenberger wurde letzte Woche operiert und Thorsten Schrieble befand sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, wie Feldhofer berichtete.
Das Spiel war noch nicht zu Ende, da der eingewechselte Marc Gross eine gute Leistung für Rameses Harkate zeigte und der Franzose in der 79. Minute das Glück hatte, ein Tor zu erzielen. Als der Ball vom Rücken von Manuel Miranda abprallte, war er für Linz-Torhüter Nico Mantle nicht mehr zu stoppen. 2:1 dürfte der Endstand sein.
Doch die Feier des Umzugs hat immer noch Konsequenzen. Der Franzose jubelte vor den Linzer Fans und zeigte ihnen mit der Hand sein Herz. „Sie haben mich zu Beginn des Spiels provoziert, also habe ich ihnen ein Herz geschickt“, sagte der Torschütze in einem Interview bei Sky. Dafür erhielt er eine Gelbe Karte und konnte sich nun nicht mehr beruhigen. Baress Owusu, Tobias Koch und Donovan Pines hatten alle ihre Hände, um ihn zu beruhigen. „Bei ihm ist in letzter Zeit viel passiert, er ist noch jung. Aber es ist auch klar, dass wir noch darüber reden werden und ich möchte so ein Verhalten nicht mehr sehen“, sagte Feldhofer.
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