Die Madrilenen siegten in Lissabon knapp mit 1:0. Der echte Torschütze Vinicius Junior soll von Benficas Gianluca Prestianni beim Torjubel rassistisch beleidigt worden sein. Vor dem heutigen Rückspiel ist der Fall um den Argentinier Prestiani sehr präsent. Die UEFA hat den 20-Jährigen für das Rückspiel in Spanien gesperrt.
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Prestianni in Madrid
Der mutmaßliche Täter sei mit seiner Mannschaft nach Madrid gereist, „sofern die fragliche Frist voraussichtlich keine praktischen Auswirkungen auf das Rückspiel haben wird“, teilte der Verein mit. Benfica legte gegen das Urteil Berufung ein und nahm Argentinien mit. Gleichzeitig betonte Benfica „sein unerschütterliches Engagement im Kampf gegen alle Formen von Rassismus und Diskriminierung“. Präsident Rui Costa betonte: „Gianluca Prestianni ist alles andere als ein Rassist.“
Prestianni selbst hat Vorwürfe, er sei rassistisch gegenüber dem brasilianischen Torschützen gewesen, zurückgewiesen. „Ich war noch nie jemandem gegenüber rassistisch“, sagte er gegenüber der UEFA.
Als vorläufige Maßnahme verhängte die UEFA die Sperre für heute Abend. Es ist noch nicht klar, welche Strafe Prestianni tatsächlich erwartet. Klar ist jedenfalls, dass Benfica-Angreifer und Real-Star Vinicius Junior im Rückspiel nicht auf dem Platz stehen wird.
Real hat den Aufstieg im Visier, doch Ex-Trainer Mourinho ist nicht dabei
Aus sportlicher Sicht könnte Real Madrid ins Achtelfinale einziehen. Die Mannschaft von Alvaro Arbeloa gilt vor heimischer Kulisse als Favorit. Der Fall um Gianluca Prestiani wirft auch einen Schatten auf die Rückkehr von Benfica-Trainer José Mourinho. Von 2010 bis 2013 trainierte der Portugiese die Madrilenen und wurde mit dem „Weißen Gürtel“ spanischer Meister und Pokalsieger. Die Portugiesen werden dieses Mal nicht in ihrer ehemaligen Heimat, dem Estadio Santiago Bernabeu, dabei sein. Wegen wiederholter Kritik sah er im Hinspiel in Lissabon eine Gelb-Rote Karte und wurde deshalb für das Spiel gesperrt. Auch Mourinho war nicht Teil der offiziellen Pressekonferenz. Daran hätte „The Special One“ trotz Verbot teilnehmen dürfen. Stattdessen beantwortete sein Assistent Joao Tralhao die Fragen der Reporter. Real-Trainer Alvaro Arbeloa sieht die Pflicht seiner Mannschaft nach der Wochenendniederlage in Osasuna: „Wir haben noch viel Luft nach oben. Wenn du nicht bei 100 Prozent bist, kann dich jeder schlagen.“
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