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Corner Checks und Gelb-Rot: Wie der Einfluss des VAR bald wachsen wird

    Corner Checks und Gelb-Rot: Wie der Einfluss des VAR bald wachsen wird

    Schiedsrichter Sascha Stegemann prüft eine Entscheidung am Spielfeldrand – der Videobeweis ist seit der Saison 2017/18 fester Bestandteil der Bundesliga. Foto: imago/Sportfoto Rudel

    Corner Checks und Gelb-Rot: Wie der Einfluss des VAR bald wachsen wird

    Die Macht der Video-Schiedsrichter muss wachsen: Neue Tests für Ecken und Gelb-Rote Karten stehen bevor. Was das für die Bundesliga und die Weltmeisterschaft bedeuten könnte.

    Die hitzigen Diskussionen über Video-Schiedsrichtereinsätze könnten bald neue Dimensionen annehmen. Anstatt die Macht des VAR einzuschränken, versuchen die internationalen Fußballregulierungsbehörden, seine Macht auszuweiten. Dies könnte Auswirkungen auf die Bundesliga und die Weltmeisterschaft im Sommer haben. Die Entscheidung wird bei der Sitzung des International Football Association Board (Ifab) am Samstag in Wales getroffen.

    Eckbälle sollten künftig vom VAR überprüft werden

    Die wichtigste Neuerung: Künftig wird jeder Eckstoß auf Genauigkeit überprüft. So steht es im Regelentwurf der Ifab-Agenda. Dies geschieht, um zu verhindern, dass ein falsch vergebener Eckball zu einem Tor führt. Wichtig ist, dass die Entscheidung in Echtzeit getroffen wird, damit es nicht zu quälend langen Inspektionszeiten wie bei anderen Videoinspektionen kommt.

    Zukünftig werden auch Gelbe Karten überprüft und ggf. korrigiert, die als zweite Verwarnung zu einer Gelb-Roten Karte und dementsprechend zum Spielausschluss führen. Es erfolgt keine Überprüfung von ersten gelben Karten oder verpassten gelben Karten, die zu einer gelb-roten Karte führen würden, es sei denn, es kann nachgewiesen werden, dass der falsche Spieler oder die falsche Mannschaft bestraft wurde.


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    Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino, Mitglied des Ifab, forderte, das Spiel solle schneller und attraktiver werden. Zeitspiel ist der Feind des modernen Fußballs. Die sogenannte Acht-Sekunden-Regel für Anstoßtorhüter gilt künftig auch für Abstöße und Tore; Der Schiedsrichter zeigt mit seinen Fingern den Countdown an. Im Falle eines Fouls folgt ein Eckball oder ein Tor für die andere Mannschaft.

    Künftig bleiben nur noch zehn Sekunden für den Gangwechsel. Auf dem Spielfeld behandelte Spieler müssen dann eine gewisse Zeit warten, bevor sie auf das Spielfeld zurückkehren. Es bleibt abzuwarten, ob dies auch den Torwart betrifft oder ein Mitspieler die neue Auszeit absitzen kann.

    Schiedsrichter-Chef bleibt bei VAR: „Gute Erfindung“

    Der Chef der UEFA-Schiedsrichter Roberto Rosetti bleibt überzeugt: Der Video-Schiedsrichter ist eine gute Erfindung. „Wir dürfen nicht vergessen, warum VAR eingeführt wurde. Es wurde geschaffen, um Fehler zu korrigieren. Die Technologie eignet sich hervorragend für objektive Entscheidungen wie Abseits, aber wenn es um subjektive Entscheidungen geht, müssen wir vorsichtig sein, denn wenn wir kleine Details überprüfen, verlangsamen wir das Spiel“, sagte er kürzlich in Brüssel. Mehr Geschwindigkeit, mehr Gerechtigkeit. Mit dieser Maxime sind Pläne willkommen.

    Roberto Rosetti ist seit 2018 Vorsitzender der UEFA-Schiedsrichterkommission.

    Zumindest aus der Bundesliga gibt es noch keine kritischen Stimmen zu den Plänen. Union Berlin-Trainer Steffen Baumgart sieht VAR trotz aller Probleme weiterhin positiv. „Wenn es richtig eingesetzt wird, bringt es Klarheit und Gerechtigkeit in die eine oder andere Situation“, sagte Baumgart. Sein Wunsch nach einer Möglichkeit, Trainer wie in anderen Sportarten herauszufordern, muss von den Fußballaufsichtsbehörden noch berücksichtigt werden.

    Infantino kann die neuen VAR-Regeln stoppen

    Eine Absage wäre eine Überraschung. Die Ifab-Mitglieder folgen in der Regel den Vorschlägen der Tagesordnung. Letztendlich wurden sie während unserer eigenen Vorbereitungstreffen entwickelt. Im Jahr 2024 kam es zu einer unerwarteten Wendung mit der Ablehnung der blauen Karte, die für 10-Minuten-Strafen hätte eingeführt werden sollen. Damals legte Infantino in kurzer Zeit, fast über Nacht, sein Veto ein. Der FIFA-Boss hat großen Einfluss auf Entscheidungen.

    Die neuen Regeln treten nach dem traditionellen Zeitplan des Ifab frühestens am 1. Juni in Kraft. Damit kann die Kurvenbesprechung bei der Weltmeisterschaft stattfinden. Die FIFA wird kaum zögern, die Ifab-Richtlinien umzusetzen.

    Was bedeuten die neuen VAR-Regeln für die Bundesliga?

    In dieser Saison wird in allen Fällen weiterhin nach den bisherigen Regeln entschieden. In der Bundesliga könnten die Änderungen ab der nächsten Saison wirksam werden. Eine Verpflichtung zur Teilnahme an einem Wettbewerb besteht jedoch nicht. Theoretisch könnte es auch Unterschiede in der Liga und im DFB-Pokal geben. In der Regel einigen sich DFB und DFL auf eine Linie.

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    Das hat viel mit Fußballtraditionen zu tun. Die Verbände aus England, Wales, Schottland und Nordirland nehmen seit jeher eine Sonderstellung ein, seit der moderne Fußball in Großbritannien 1863 erstmals ein Regelwerk erhielt. Die Verbände haben im Ifab noch vier Stimmen, die FIFA als Weltverband hat das gleiche Stimmrecht. Die Institution genießt breite Akzeptanz als Regelsetzungsorgan, zumal nach der Reform auch externe Gutachter wie Top-Trainer Arsene Wenger oder Ex-Star Luis Figo Gehör finden. (dpa/trh)


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