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Das britische Oberhaus stimmt dafür, soziale Medien für unter 16-Jährige zu verbieten

    Das britische Oberhaus stimmt dafür, soziale Medien für unter 16-Jährige zu verbieten

    Das Oberhaus des britischen Parlaments hat für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gestimmt, basierend auf einer ähnlichen Gesetzgebung in Australien. Das Repräsentantenhaus stimmte dem vom konservativen Abgeordneten John Nash eingebrachten Änderungsantrag mit 261 zu 150 Stimmen zu. Die Abstimmung erhöht den Druck auf den britischen Premierminister Keir Starr, ein Verbot sozialer Medien zu verhängen.

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    Nash sagte nach der Abstimmung, dass das Repräsentantenhaus „die Zukunft unserer Kinder an erste Stelle setzt“. Die Abstimmung sei der Beginn „eines Prozesses, der darauf abzielt, den katastrophalen Schaden zu stoppen, den Online-Dienste der gesamten Generation zufügen“, fügte er hinzu. Ein Labour-Abgeordneter und ein liberaler Abgeordneter unterstützten den Antrag.

    Die Regierung will die Änderung nicht akzeptieren

    Vor der Abstimmung erklärte die britische Regierung, sie werde den Änderungsantrag nicht akzeptieren, der nun dem von der Labour-Partei kontrollierten Unterhaus zur Abstimmung vorgelegt wird. Mehr als 60 Labour-Abgeordnete haben Starmer bereits aufgefordert, das Verbot zu unterstützen. Am Montag sagte Starmer, seine Regierung werde zunächst die Ergebnisse einer für den Sommer geplanten Konsultation abwarten.

    Auch prominente Persönlichkeiten wie der Schauspieler Hugh Grant haben sich für das Verbot ausgesprochen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov vom Dezember befürworten zudem 74 Prozent der britischen Bevölkerung den Schritt. Einige Kinderschutzorganisationen warnen davor, dass das Verbot ein falsches Sicherheitsgefühl schaffe.

    Australien hat ab dem 10. Dezember ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eingeführt. Seitdem macht der Staat Anbieter von Onlinediensten wie TikTok, Instagram und Snapchat für die Löschung der Konten von Nutzern unter 16 Jahren verantwortlich. Plattformen müssen mit Geldstrafen von mehr als 28 Millionen Euro rechnen, wenn sie keine „geeigneten Maßnahmen“ ergreifen, um die Regeln einzuhalten. Nach Angaben der Behörden wurden seit Inkrafttreten des Verbots mindestens 4,7 Millionen Online-Dienstkonten gesperrt.

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