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Davis Cup: Bologna sollte kein einmaliges Gastspiel bleiben

    Davis Cup: Bologna sollte kein einmaliges Gastspiel bleiben

    Yurij Rodionov konnte sich seine Leistungsexplosion nicht wirklich erklären. Und da an diesem Wochenende auch Lukas Neumayer sich selbst übertraf, führte das Paar Österreich in Debrecen zu einem 3:2-Sieg, der gegen die höher eingeschätzten Ungarn nicht für möglich gehalten worden wäre. Als Belohnung durfte das Davis-Cup-Team um Kapitän Jürgen Melzer am Samstag nach Bologna reisen, wo es am Mittwoch (16 Uhr) im Viertelfinale des Achtelfinal-Turniers auf den zweifachen Titelverteidiger und Gastgeber Italien trifft.

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    Österreich nimmt erstmals an der 2019 eingeführten Endrunde der acht besten Nationen teil, an der Frankreich, Belgien, Spanien, Tschechien, Deutschland und Argentinien teilnehmen. Dem Blatt zufolge wird es für Rodionov, Neumayer, Filip Misolic und die Doppel-Asse Lukas Midler und Alex Erler nur ein kurzes Gastspiel in der Emilia-Romagna sein. Der Rivale Italien sieht sehr stark aus und geht vor heimischem Publikum als großer Favorit in das Spiel, obwohl die Weltklassespieler Janic Siner und Lorenzo Musetti, Flavio Cobolli, Matteo Beratini, Lorenzo Sonego und das Top-Double Simone Bolelli/Andrea Vavasori ausfallen.

    Gespielt werden zwei Einzel und ein Doppel – und genau in diesem Modus wittert Melzer eine Chance für seine Männer. „An einem Tag kann viel passieren. Und wenn wir im Einzel Punkte holen, ist im Doppel alles möglich“, sagt Österreichs Davis-Cup-Rekordspieler, der auch großes Lob für die Mannschaft ausspricht. Und eines ist klar: Als klarer Außenseiter haben die Rot-Weiß-Roten auf dem Hartplatz der Supertennis Arena nichts zu verlieren und können wie schon gegen die Ungarn nur überraschen.

    Die Tatsache, dass sie im Jahr 2025 zu den acht besten Nationen der Welt zählten, spiegelt jedoch nicht unbedingt die aktuelle Stärke der heimischen Herrentennisszene wider. Zumindest wenn man sich die Weltrangliste ansieht, hat Österreich derzeit nur einen Top-100-Spieler, Misolic (ATP-Nr. 79). Rodionov liegt auf Platz 177, Neumayer auf Platz 189. Darüber hinaus werden Länder wie die USA, Russland, Kanada, Australien, die Niederlande und Serbien, die allesamt leistungsmäßig vor Österreich liegen, nicht in Bologna berücksichtigt.

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    Gekämpft und verdient

    Für das ÖTV-Team ist das aber egal, denn kaum jemand weiß, wie man zuletzt 2012 das Viertelfinale erreicht hat. Wichtig ist, dass Österreich sich diesen Platz hart erkämpft hat und ihn sich deshalb auch verdient hat. Wenn das nicht zum Sieg gegen Italien reicht, haben die Spieler zumindest gute Werbung für das rot-weiß-rote Tennis gemacht und jede Menge Erfahrung gesammelt. Und es könnte dazu beitragen, dass die Teilnahme Österreichs an der Endrunde nicht als einmaliges Gastspiel in die Geschichte eingeht.

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