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Der umstrittene US-Grenzschutzbeamte Bovino geht vorzeitig in den Ruhestand

    Der umstrittene US-Grenzschutzbeamte Bovino geht vorzeitig in den Ruhestand

    Der Grenzschutzkommandant Greg Bovino, der zum Symbol für die harte Einwanderungs- und Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump geworden ist, geht Ende März vorzeitig in den Ruhestand – ein Jahr vor dem obligatorischen Renteneintrittsalter von 57 Jahren für CBP-Beamte. Die „New York Times“ und das rechte Internetportal „Breitbart“ erhielten eine Bestätigung von Bovino.

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    Was Trump an ihm mochte, war, dass er anderen Angst machte

    Andere US-Medien wie NBC News berichteten am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf Beamte des Zoll- und Grenzschutzes (CBP) über den Rückzug. Nur wenige Namen oder Gesichter in den USA wurden so mit umstrittenen Razzien gegen Migranten ohne Aufenthaltsrecht in Verbindung gebracht wie Bovinos. Als „Commander at Large“ – also Chef des Mobilen Grenzschutzkommandos – war er in mehreren Großstädten an vorderster Front stationiert. Dadurch erlangte er den Ruf, äußerst rücksichtslos zu sein und seine bewaffneten Offiziere auch bei auf Video dokumentierten Gewaltausschreitungen stets zu verteidigen.

    Bovinos Social-Media-Clips im Hollywood-Stil ziehen Vergleiche zu paramilitärischen Einheiten oder Polizeibehörden in autokratischen Regimen. Er schockierte viele Amerikaner mit seiner berüchtigten „Turn and Burn“-Taktik, seinem blitzschnellen, aggressiven Vorgehen gegen mutmaßliche illegale Einwanderer und jeden, der seinen Beamten im Weg stand. Bei Präsident Trump jedoch brachte ihm sein brutales Verhalten Anerkennung ein.

    Tödlicher Schuss als Wende

    Bovino wurde erst nach zwei tödlichen Schüssen auf US-Bürger durch Grenzschutzbeamte in Minneapolis als Einsatzleiter abgesetzt. Zuvor war er vor der Presse aufgetreten und hatte behauptet, der Krankenpfleger Alex Pretty wolle unter seinen Beamten ein „Blutbad“ anrichten und sei in Notwehr erschossen worden – obwohl er als Einsatzleiter hierfür keine Beweise vorlegen konnte und ein Video der Szene seiner Darstellung widersprach. Als seine Versetzung nach Kalifornien angekündigt wurde, zog ihn das Innenministerium aus der Schusslinie.

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    Der wegen seiner Kleinwüchsigkeit als „Klein-Napoleon“ verspottete Grenzer stellt sich auf seinen Social-Media-Accounts gerne in martialischen Posen dar. Aufgrund seines auffälligen Haarschnitts und des zweireihigen Mantels mit abstehendem Kragen wurde ihm vorgeworfen, eine NS-Ästhetik zu übernehmen. Bovinos Kleidung macht sich über den demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, lustig und sieht aus, als hätte er gezielt bei eBay nach einer SS-Uniform gesucht. Bovino lehnte dies ab.

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