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Der Wöginger-Prozess: Auffälligkeiten bei Vernehmungen und Anrufen des Finanzministeriums

    Der Wöginger-Prozess: Auffälligkeiten bei Vernehmungen und Anrufen des Finanzministeriums

    In einem Prozess aus dem Jahr 2016 wegen angeblicher Nachbetrug um zwei Finanzamtsstellen in Oberösterreich, bei dem ÖVP-Klubchef August Wogginger und zwei Finanzbeamte auf der Anklagebank saßen, sagten am Dienstag mehrere Stellenbewerber als Zeugen aus. Zwei von ihnen berichteten, ebenso wie Krista Scharf, die die Entscheidung anfocht, dass sie sich während der Anhörung „auf die Probe gestellt“ gefühlt hätten.

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    Der Tag mit insgesamt sechs Zeugen begann mit der Aussage von Wöginger, der auf die Aussagen des Hauptzeugen Thomas Schmid antworten wollte. Laut dem Vorsitzenden des ÖVP-Klubs stimmte dies in vielerlei Hinsicht nicht. Er bestritt, er habe „auf Druck aus ÖVP-Oberösterreichischen Kreisen“ gegen Schmid argumentiert, den ÖVP-Bürgermeister in den Vorstand des Finanzamtes Braunau zu setzen. Wöginger betonte erneut, dass er lediglich eine Beratungsanfrage weitergeleitet habe. „Schmids gegenteilige Aussagen basieren auf subjektiven Interpretationen, nicht auf tatsächlichen Ereignissen.“

    In der zweiten Anhörung wurde nur ein Thema befragt

    Anschließend wurde ein Zeuge vernommen, der Mitglied der Kommission für Vorstandsämter in Freistadt war. Er widersprach der Aussage des Beamten, er habe den ÖVP-Bürgermeister schlecht bewertet und sei daraufhin nicht in der Braunau-Kommission gesessen. Sie gab vor Gericht bekannt, dass nach ihrer Beschwerde über die angeblich zu gute Bewertung des Bürgermeisters dessen Bewertung revidiert wurde. Am Dienstag sagte der Zeuge, dies sei „unglaublich“.

    Die Aussagen der Kandidaten für die beiden Führungspositionen waren damals sehr spannend. Die meisten bewarben sich auf beide Stellen. Sie berichteten übereinstimmend, dass die Anhörung einen deutlichen Unterschied gezeigt habe. Ein Thema für Freistad war inhaltlich breit gefächert, während es für Braunau wohl um das Thema Telefonie ging. Dem Vorsitzenden der Angeklagtenkommission oblag nach den Erinnerungen der beiden Kläger die Befragung.

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    Überraschte Bewerber

    Er fragte mehrmals, allerdings nicht in schnellem Ton. Aber: „Nach der dritten Frage wusste ich nicht mehr, was er von mir wollte“, sagt Zeugin H., sie habe bereits den Eindruck gehabt, dass sie getestet worden sei. Die Auszeichnung des Bürgermeisters „überraschte mich“, weil unter den Bewerbern für Bruneau echtes „finanzielles Potenzial“ vorhanden sei.

    Ein anderer Zeuge sagte, seine Anhörung sei „absolut unglaublich“. Doch als er später von den Chats erfuhr, dachte er: Wenn Terminvergaben so funktionieren, dann braucht man sich nicht zu bewerben. 2021 wurde er jedoch zum Leiter des Finanzamts Braunau ernannt und löste damit den ÖVP-Bürgermeister ab.

    Jobgerüchte und ein Anruf des Abteilungsleiters

    Zeugin T., die ebenfalls den Spitzenjob in Brunau anstrebte, empfand sie nach der Anhörung subjektiv als „unerwünscht“. „Der Vorsitzende blickte hinter mich.“ Auch wenn ihr nicht gleich klar war, dass sie untersucht wurde, im Nachhinein würde sie es jetzt spüren. Erst jetzt erfuhr sie durch den Prozess, dass sie Zweite war.

    Der Zeuge G., der von der Prüfungskommission für den Freistadt-Vorstandsposten als Erster eingestuft wurde, hat einen Verdacht auf Einflussnahme auf diese Ernennung gemeldet. Deshalb teilte ihm seine Frau am Tag vor der Anhörung mit, dass bereits entschieden sei, dass der Bürgermeister den Posten erhalten würde. Der Zeuge stellte sich jedoch der Kommission vor. Nach einiger Zeit rief ihn ein Spitzenbeamter des Finanzministeriums an und forderte ihn auf, aufzuhören; Stattdessen wurde ihm eine Stelle in Brunau angeboten. Als er Stunden später absagte, sagte der Beamte lediglich, die Angelegenheit sei abgeschlossen. Anschließend wurde Sakshi in den Vorstand von Freistadt berufen, trat jedoch nach einem Jahr zurück.

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