In Sotschi freuten sich Eric Lesser, Daniel Boehm, Arnd Peifer und Simon Schemp über Silber. Jetzt gibt es danach sogar Gold. Foto: imago/Sven Simon
Deshalb holt sich Deutschland an diesem Sonntag vier Goldmedaillen im Biathlon
Der Fall lief jahrelang über mehrere Instanzen – jetzt ist es offiziell: Der deutsche Biathlon-Vierer aus Sotschi 2014 erhält rückwirkend seine Goldmedaillen. Die Übertragung findet in Antholz vor toller Kulisse statt.
Die deutschen Biathlon-Stars Eric Lesser, Daniel Boehm, Arnd Peifer und Simon Schemp erhalten mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen in der Staffel der Olympischen Winterspiele 2014. Das gab der Biathlon-Weltverband IBU bekannt.
Gold für Deutschland nach der Disqualifikation Russlands
Eine offizielle Übergabezeremonie ist für Sonntagnachmittag im italienischen Antholz geplant – mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry. Nach Angaben der IBU werden in der ausverkauften Arena fast 20.000 Biathlon-Fans erwartet.
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Das deutsche Biathlon-Quartett wird in Südtirol komplett vor Ort sein. Die Goldmedaille ging anschließend an Deutschland, da Russland in einem einjährigen Verfahren wegen Dopings disqualifiziert wurde.
Jewgeni Ustjugow wurde wegen Dopings verurteilt
Am 22. Februar 2014 unterlag der letzte Teilnehmer, Simon Schemp, in einem spannenden Finale in Sotschi Anton Shipulin mit 3,5 Sekunden Vorsprung. Doch nachdem sein russischer Teamkollege Jewgeni Ustjugow später wegen Dopings verurteilt wurde, strebte Deutschland nach Gold.
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Nach seinem rückwirkenden Verbot scheiterte Jewgeni Ustjugow mit seinen Berufungen vor allen Gerichten. Auch Silber und Bronze werden wieder vergeben – an Österreich und Norwegen.
Auch Martin Fourcade erhielt anschließend Gold
Die IBU vermutet, dass die Russen nach dem Staatsdopingskandal bei den Heimspielen in Sotschi 2014 Daten im Moskauer Kontrolllabor manipuliert hatten. Zudem seien Auffälligkeiten im biologischen Blutpass von Jewgeni Ustjugow festgestellt worden. Auch die französische Biathlon-Legende Martin Fourcade holte sich anschließend Gold: im Massenstart 2010. Den gewann zunächst Evgeny Ustyugov. (dpa/mp)
