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Deutsche Olympiastars beschweren sich über „Hunderte Hassbotschaften“

    Deutsche Olympiastars beschweren sich über „Hunderte Hassbotschaften“

    Yanina Hettich-Waltz in der Olympiastaffel Bild: BILD / Bildmodus

    Deutsche Olympiastars beschweren sich über „Hunderte Hassbotschaften“

    Angesichts des schlechten Abschneidens des deutschen Biathlon-Teams bei den Olympischen Spielen in Südtirol hat Sportdirektor Felix Bitterling den wachsenden Hass in den sozialen Medien und übermäßige Kritik aus den Medien verurteilt. „Was nicht hilft – und das nimmt leider zu – ist, dass beim kleinsten Misserfolg hunderte Hassbotschaften auf diese Mannschaft einprasseln“, sagte Bitterling im ZDF.

    Es betrifft Sportler und insbesondere ihn. „Das ist völlig inakzeptabel, unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und man kann uns sportlich auch dafür kritisieren, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau“, fügte Bitterling hinzu, der nach Saisonende zum IBU-Weltverband wechselte.

    Deutschlands Herren-Biathlon beendete die Winterspiele zum zweiten Mal in Folge ohne Medaille, nachdem Philipp Horn im Massenstart Vierter wurde. Es besteht zudem die Gefahr eines historisch schlechtesten Ergebnisses, wenn auch die Frauen bei ihrem Massenstart leer ausgehen. Bisher hat das deutsche Team zum Auftakt der Mixed-Staffel nur eine Bronzemedaille.

    Olympia: „Biathlon gehört in die Mülltonne“

    Nach zwei Top-Ten-Platzierungen bei den Herren am Ende wehrte sich Bitterling auch gegen Medienkritik. „Ich denke, wir haben auch gezeigt, dass viele der großen Schlagzeilen, die über den Untergang des Biathlonsports sprechen, getrost dorthin gehören, wo sie hingehören: nämlich in den Mülleimer“, sagte er.

    Laut Bitterling würde eine extrem negative Berichterstattung Hassreden fördern. „Je aufsehenerregender die Schlagzeilen sind, was für uns ein großes Problem darstellt“, betonte Bitterling, desto häufiger kommt es zu Hass auf Sportler. „Solche Schlagzeilen stellen sie sicherlich vor eine Herausforderung“, sagte er.

    Hass im Internet: Bitterling setzt auf Strafrecht

    Es ist völlig in Ordnung, wenn das Team konstruktive Kritik entgegennimmt. Was aber nicht möglich sei: „Jemanden persönlich zu beleidigen oder ihn zu ärgern oder ihm zu sagen, dass er kein Recht auf Leben hat und all dieser Scheiß“, sagte Bitterling: „Und ich hoffe sehr, dass wir irgendwann an den Punkt kommen, an dem so etwas einfach strafrechtlich verfolgt wird.“

    Laut Philippe Naurat, der im Massenstart Siebter wurde, betrifft der Hass im Internet vor allem die Damenmannschaft. „Es bereitet immer ein bisschen Sorge, aber das ganze Thema betrifft vor allem Frauen, die sind stärker gefährdet“, sagte die Bayerin: „Ich kann sagen, dass Mädchen einfach mehr Angriffsspielraum haben.“

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    Er selbst lässt sich selten auf abfällige Kommentare ein. „Natürlich verstehe ich das und vielleicht sehe ich solche Kommentare, aber für mich ist es eher ein Ansporn“, sagte der Bayer. Er betonte, dass er Hass gut einzuordnen weiß: „Das sind reine Stubenhocker, die eher unzufrieden mit ihrer eigenen Situation sind. Sie sind in irgendeiner Phase, in der sie emotional unzufrieden sind.“

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