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„Dinge passieren“: Trump lobt Saudi-Arabien für die Menschenrechte

    „Dinge passieren“: Trump lobt Saudi-Arabien für die Menschenrechte

    US-Präsident Donald Trump hat dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei seinem Besuch in Washington eine Menschenrechtsbescheinigung überreicht. „Ich bin sehr stolz auf das, was er getan hat. Es ist unglaublich, was er in Bezug auf Menschenrechte und alles andere getan hat“, sagte Trump über einen sichtlich erfreuten „MBS“ im Oval Office. Und Trump fügte hinzu: „Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein und Sie hier zu haben.“

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    Der Besuch des saudischen De-facto-Machthabers stieß bei Journalisten und Menschenrechtsaktivisten auf heftige Kritik. Insbesondere die Ermordung des Journalisten und Regierungskritikers Jamal Khashoggi im Jahr 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul hat die Beziehungen zu den USA zeitweise erheblich getrübt. Khashoggi arbeitete unter anderem auch als Kolumnist für die berühmte amerikanische Zeitung „Washington Post“. Seine Leiche wurde zerstückelt und bis heute nicht gefunden. Die US-Geheimdienste sahen im saudischen Kronprinzen den Drahtzieher des Verbrechens.

    „Dinge passieren“

    Die Frage des Reporters zum Fall Khashoggi wies Trump jedoch vehement zurück. „Dinge passieren“, sagte Trump. Der US-Präsident sagte, Mohammed bin Salman habe davon jedenfalls nichts gewusst.

    Ronaldo gesellt sich zu ihnen

    Zu dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman wird US-Medien zufolge ein am Dienstag angekündigter Überraschungsgast hinzukommen: Fußballstar Christian Ronaldo wird zeitgleich im Weißen Haus zu Gast sein. Zwei Beamte bestätigten dies gegenüber CNN. Das Treffen wurde auf 17 Uhr festgelegt. (MEZ).

    Es ist die erste öffentliche Rückkehr des fünfmaligen Weltfußballers des Jahres in die USA seit einem Jahrzehnt. Ronaldo steht seit fast drei Jahren beim saudi-arabischen Klub Al-Nasr FC unter Vertrag, der in der Saudi Professional League spielt. Der 40-jährige Portugiese gilt mittlerweile als Aushängeschild der Liga.

    Bereits Anfang November hatte Ronaldo angedeutet, dass er den US-Präsidenten zu einem Gespräch treffen wolle. „Er ist einer der wichtigsten Menschen der Welt“, sagte der Fußballer als Gast im Format „Piers Morgan Uncensored“. Trump könne Dinge bewirken und „die Welt verändern“, behauptete er. Ronaldo war sich sicher, dass er berühmter war als der US-Präsident.

    Aktivisten: Das schlimmste Vorgehen in der Geschichte Saudi-Arabiens

    Kurz vor dem Besuch veröffentlichten Human Rights Watch und andere Menschenrechtsorganisationen einen Aufruf, in dem sie eine klarere Haltung der USA einforderten. Washington sollte sich mit Themen wie der Todesstrafe im Land befassen, das in diesem Jahr auf eine Rekordzahl von 300 Hinrichtungen zusteuert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Angeklagten ein faires Verfahren erhalten.

    Aktivisten sagten, Saudi-Arabien habe in den letzten Jahren die schlimmsten Unterdrückungen der Meinungsfreiheit und Missachtung der Menschenrechte in der modernen Geschichte des Landes erlebt.

    Trump will Kampfjets verkaufen

    Vor dem Treffen hatte Trump am Montag angekündigt, F-35-Kampfflugzeuge an Saudi-Arabien verkaufen zu wollen. Bisher wurden die modernsten Stealth-Flugzeuge in der Region nur an den engen Verbündeten Israel geliefert. Die saudische Presseagentur SAP berichtete, Bin Salman habe am Montagabend mit einer hochrangigen Delegation den Flughafen der Hauptstadt Riad verlassen.

    Es ist Bin Salmans erster offizieller Besuch in Washington seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi, die die Beziehungen zu den USA jahrelang belastet hatte. Saudi-Arabien spielt als strategischer Partner der USA im Nahen Osten eine immer wichtigere Rolle. Nach Angaben des US-Präsidenten soll bei diesem Treffen auch über die von Trump angestrebte Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel gesprochen werden. Ob es hier Fortschritte geben wird, ist unklar.

    Video: Trump will F-35-Kampfflugzeuge an Saudi-Arabien verkaufen

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