Zweiter gegen Erster. Schon das vierte Packderby der laufenden Saison zwischen den Graz 99ers und dem KAC war elektrisierend. Die Tickets waren vor einigen Wochen ausverkauft. Wie immer machten sich auch viele Kärnten-Fans auf den Weg zum Eisstadion Liebenau.
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99ers dominieren, KAC punktet
Die 99ers begannen das Spiel stark und hatten wenige Minuten später ihr erstes Powerplay. Der Startschuss von Dan LaCroix scheiterte dank des ehemaligen 99ers-Torwarts Sebastian Dahm im KAC-Tor. Doch das erste Tor fiel plötzlich auf die andere Seite. Simon Schwinger brachte Cleganefurt sieben Minuten später aus kurzer Distanz in Führung.
Beide Mannschaften agierten offen und das Spitzenspiel machte seinem Namen bereits im ersten Drittel alle Ehre. Auch nach dem Rückstand waren die 99ers die dominierende Mannschaft. Dahm konnte die Angriffe der Grazer abwehren und der Tabellenführer ging mit 1:0 in die Pause.
Die KAC-Führung wird erweitert
Die Steirer kamen noch einmal aus der Kabine und hatten früh im Mitteldrittel gute Chancen auf den Ausgleich. Der Schuss von Paul Huber verfehlte das Kärntner Tor knapp. Der KAC wiederum wurde plötzlich wieder gefährlich. 99ers-Torhüter Maxime Legace blockte den Schuss von Jan Mursak. Auch in der zweiten Halbzeit war das Spiel sehr emotional, da es häufig zu kleinen Scharmützeln und Rudelformationen zwischen den Spielern kam. Eine halbe Stunde später hatte Lucas Houdum im Eins-gegen-Eins nur noch Dahm vor sich, der erneut blocken konnte.
In der 37. Spielminute gelang es dem KAC, seinen Vorsprung zu verdoppeln. Die 99ers haben Spielausrüstung unsachgemäß aus der Gefahrenzone gebracht. Joshua Tevez nutzte einen Pass von der Innenlatte zum 0:2. Die Dominanz der Grazer schlug sich nach 40 Minuten nicht in Toren nieder. „Wir müssen im letzten Drittel die Drecksarbeit machen und den Puck irgendwie ins Netz bringen“, sagte Paul Stappelfeld in einem Interview vor der zweiten Pause.
Das nahmen sich die Grazer zu Herzen und starteten im Schlussdrittel mit Offensivaktionen. Allerdings waren die Finanzberichte sehr ungenau. zur Zeit. Denn nach 44 Minuten konnten sich die 99ers endlich belohnen. Marcus Vela schoss die Scheibe nach einem Pass von Kevin Roy ins obere Eck. Nun wurde der Bunker geschüttelt und die spannende Schlussphase begann. Die Gastgeber hatten den Schwung auf ihrer Seite und erhöhten den Druck.
Nach 52 Minuten schlug die Mannschaft von Dan Lacroix erneut zu und glich aus. Chris Collins eroberte den Puck hinter dem Tor, nahm ihn um sich herum und schoss ihn mit einem Bauerntrick ins Netz zum 2:2. Drei Minuten später wurde die Eisbahn verlassen und das Ergebnis wurde endgültig umgekehrt. Lucas Houdum behauptete sich hinter dem KAC-Kasten gegen zwei Klagenfurter und brachte den Puck vor das Tor. Kevin Conley nutzte die Chance und drehte das Spiel zugunsten der Graz 99ers. Gegen Graz gab es in den letzten Spielminuten einen Elfmeter. Die Kärntner drehten in Überzahl noch einmal richtig auf. Sebastian Dahm verließ das Feld und die Kärntner hatten in den Schlusssekunden zwei weitere Spieler auf dem Feld. Nachdem das Powerplay zu Ende war, erhöhte Josh Currie mit einem Last-Minute-Tor für Nirjan KAC auf 4:2.
So endete es Topspiel Eishockey-Liga mit einem überwältigenden 4:2 für die Graz 99ers.
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