Es ist fast ein Jahr her, als die Frauen der KSV Highlanders auf der langen Heimfahrt von Bozen Rache schworen. Rache für das bittere Ausscheiden im Viertelfinale der EWHL. Und sie haben ihr Versprechen gehalten. Diesmal schafften sie es mit einem Tor bis ins Halbfinale. Der Gegner heißt Aisulu Almaty und beide Spiele gegen die Kasachen werden in Kapfenberg ausgetragen. „Sie sind dafür bekannt, hart und körperlich zu spielen“, sagt KSV-Verteidigerin Lisa Marchal, „umso besser war es, dass wir sie in dieser Saison zweimal geschlagen haben. Wir waren sehr froh, sie als Gegner zu haben.“ Das Spiel wird heute (19:30 Uhr) und Sonntag (17:00 Uhr) in Kapfenberg ausgetragen und im Champions-League-Modus entschieden.
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Allerdings ist es alles andere als ein sicherer Erfolg. „Natürlich können wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und haben das mit der Mannschaft besprochen“, sagt der 29-Jährige, der im Alter von zehn Jahren seine Liebe zum Eishockey entdeckte. „Die Zeltwagers waren noch in der National League und mein Vater nahm mich mit zu den Spielen“, sagt sie. Der Funke war übergesprungen und ein Probetraining entfachte schließlich das Feuer. „Eishockey ist eine der schnellsten Mannschaftssportarten. Das und die Einheit machen es zu etwas Besonderem“, sagt der Englisch-, Geografie- und Sportlehrer bei Poles. Dass in dieser Saison auch Frauen mit ihrem Körper spielen, genieße die großgewachsene Verteidigerin, und das komme ihr zugute, erklärt sie und fügt schmunzelnd hinzu: „Und Härte gehört zum Eishockey einfach dazu.“
Zuerst spielte sie mit Jungen. „Manchmal passt der körperliche Aspekt einfach nicht mehr.“ Bei den Highlanders fand sie ihr neues Eishockey-Zuhause. „Wir spielen mit kleinen Veränderungen schon so lange in dieser Konstellation zusammen und es ist für mich wie eine zweite Familie. Wir machen sogar gemeinsam Urlaub.“ Fünf Trainingseinheiten pro Woche und unzählige stundenlange Reisen durch halb Europa schaffen eine enge Bindung. „Wir erleben gemeinsam Höhen und Tiefen und dann bleiben wir zusammen.“ Neben dem KSV-Trikot hat sie auch einen KAC zu Hause, für den sie in einer anderen heimischen Liga spielt.
Doch ihr Herz schlägt schon lange für den Rekordmeister, und das aus zwei besonderen Gründen: den Zwillingen Stefan und Manuel Geer, die aus dem Eichfeld stammen und mit den Red Jackets in 14 Jahren vier Titel gefeiert haben. „In den ersten Jahren, in denen ich in Zeltweg gespielt habe, waren sie noch da und es hat mir schon damals gefallen.“ Wenn sie kann, besucht sie auch Spiele in Klagenfurt, steht aber lieber selbst auf dem Eis und hat die Möglichkeit, die Saison in der Europaliga zu verlängern.
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