„Es war ein bisschen verrückt“, sagt Theresa Schäfzahl über die letzten Tage. „Wir haben am Montag mit Boston trainiert und unser General Manager hat mich am Nachmittag angerufen“, sagt Styrian. „Da bekam ich ein ungutes Gefühl.“ Und das Gefühl eines professionellen Eishockeyspielers sollte nicht täuschen. Ihr wurde mitgeteilt, dass sie von Boston nach Seattle getauscht worden sei – also im Tausch gegen eine andere Spielerin transferiert worden sei. Einmal quer durch die USA, von der Ostküste zur Westküste. Haben Sie das Recht zu sagen? null. „Es ist seltsam, ich war noch nie in einer solchen Situation.“ Solche Deals sind im US-Sport völlig normal und kommen in den Major-Ligen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen vor. Dasselbe gilt auch für die Professional Women’s Hockey League (PWHL). „Ich habe gehofft, dass mir das nie passieren würde. Aber man versucht, das Positive zu sehen: Die andere Mannschaft wollte mich im Gegenzug, also sehe ich es als Chance.“
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Weiser war schon mehrmals in Seattle: „Wir haben dieses Jahr oft dort gespielt. Die Stadt ist großartig. Ich kenne auch einige der Spieler, sie waren letzte Saison bei mir in Boston.“ Doch die österreichische Teamspielerin zieht noch nicht in ihre neue Heimat. Von Boston ging es direkt nach Montreal, wo am Donnerstag das erste Spiel der neuen Mannschaft ansteht. „Und dann spielen wir in Boston, was sehr praktisch ist. So muss ich nicht alle meine Sachen zusammenpacken.“ Aus sportlicher Sicht ist Veränderung gleich Veränderung: Boston führt derzeit die Tabelle an, Seattle Tabellenletzter – zwölf Punkte fehlen derzeit einem Play-off-Platz. „Der Unterschied auf dem Eis ist nicht so groß wie in der Tabelle. Mit Boston haben wir sogar das letzte Spiel gegen Seattle verloren“, sagt der Steirer, der sich über eine tolle Zuschauerresonanz freuen kann. „Wir spielen in Seattle in der Kraken NHL Hall und dürfen dort auch die Trainingsanlagen der Männer nutzen. Zu den Frauenspielen kommen durchschnittlich etwa 10.000 Fans“, freut sich Shafzal. Vor ein paar Wochen stellte Seattle mit 17.335 einen US-Rekord auf Beim PWHL-Spiel gegen Toronto waren Fans in der Halle. „Das ist wirklich cool.“
Dass er am Samstag auf sein ehemaliges Team Boston trifft, „wird auf jeden Fall komisch sein. Ich war drei Jahre dort und kenne alle Spieler. Es wird sicher eine Weile dauern, bis ich alles herausgefunden habe.“ Er ist seiner ehemaligen Mannschaft nicht böse, weil sie gegen einen anderen Spieler eingetauscht wurde. „Das ist so. Ich sehe darin eine gute Motivation für das Spiel gegen sie“, sagt Shafzahal.
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