Formel 1 und Eishockey haben nicht viel gemeinsam. Und doch erschien Motorsport-Legende Mika Heikkinen in Wien zum Ehren-Puck-Drop beim Spiel der 99ers gegen die Capitals. Inspiriert durch die Motorsport-Königsklasse-Weltmeister von 1998 und 1999 gaben die Grazer bei ihrem Gastspiel in der Bundeshauptstadt von Beginn an Vollgas, denn auch ihnen ging es darum, in der Königsklasse des Eishockeys anzutreten. Mit dem Sieg war die Teilnahme an der Champions Hockey League gesichert. Das Team von Dan Lacroix hatte in der ersten Minute eine Dreifachchance, doch Capitals-Torhüter Sebastian Reinschitz vereitelte diese. In der siebten Minute feierten die heimischen Fans die Führung der Heimmannschaft. Entgegen dem Spielverlauf traf Jeremy Gregoire seine Schlittschuhe. Im Gegensatz zum internationalen Eishockey ist in Österreich das aktive „Kicken“ der Scheibe erlaubt. Vier Minuten später stand es 2:0 für die Caps, Zane Franklin traf im Powerplay (11.). Ähnlich wie beim Rückschlag gegen KAC am vergangenen Sonntag lagen die 99ers dieses Mal mit 0:2 zurück, obwohl sie im Spiel die Oberhand hatten.
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Doch wie der Tabellenführer schlug auch diesmal Graz zurück. Lucas Houdum, der beste Assistgeber der Liga, bereitete mit einem sehenswerten Pass auf Kevin Conley das 1:2 für die 99ers vor. Der US-Amerikaner erzielte sein zweites Tor im 99ers-Trikot (13.). Im zweiten Abschnitt war es genau das Gegenteil: Conley fand Haudam und der Oberösterreicher, der zugleich bester österreichischer Scorer in der ICE Hockey League ist, glich aus (30.). Althauptstadtleiter Michael Schitchl kümmerte sich erstmals um die Führung der Gäste. Vier Jahre lang spielte Murteller in Wien, nun bescherte er seinem Ex-Klub einen gut platzierten Schuss ins kurze Eck nach einer Flanke (38.). Das freute nicht nur die mitgereisten 99ers-Fans, sondern auch Präsident Herbert Jerich. „Die Mannschaft wird das nicht locker lassen“, sagte er in einem TV-Interview in der zweiten Halbzeit.
Und Jerick hatte recht. Sein Team feierte einen 5:2-Erfolg über die Caps – Tore erzielten Nico Feldner (51.) und Schichl (60./EN) – und sicherte sich den Einzug in die Champions Hockey League. Nächstes Ziel? „Ein Meistertitel in der Liga. Dafür spielen wir, dafür trainieren wir jeden Tag“, sagte der Chef.
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