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Ernährung bei den Winterspielen: Mit leerem Magen kann man keine olympische Medaille gewinnen

    Ernährung bei den Winterspielen: Mit leerem Magen kann man keine olympische Medaille gewinnen

    Zum Frühstück Schwarzbrot mit Honig, zum Mittagessen etwas Bekömmliches mit Reis oder Nudeln: Auf dem Weg zur Olympiamedaille in der Nordischen Kombination setzt Johannes Lampter auf altbewährte Methoden. „Es schmeckt und sieht gut aus“, sagt Tyrolean, der sich keine Experimente erlaubt. Da hat die Salzburger Ernährungsexpertin Judith Houdam vollkommen Recht. Eine optimale Ernährung ist zu einem wichtigen Erfolgsfaktor im Sport geworden. Das oberste Gebot bei den Olympischen Spielen lautet: keine Experimente.

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    Judith Haudam bereitet sich seit drei Jahren als Leiterin der Sporternährungsabteilung beim Österreichischen Skiverband und im Netzwerk der Olympiazentren auf Mailand-Cortina 2026 vor: „Es ist wichtig, es im Vorfeld so klar wie möglich zu machen“, sagt sie. Dazu gehören Trainingszeiten, Klima, Informationen zu Einrichtungen und Menüs für Hotels und Restaurants im Olympischen Dorf. Houdum beobachtet auch das Tempo in der Küche genau: „Der Zeitplan ist eng. Stundenlanges Warten auf den Tischen ist keine Option.“

    Wenn es um die wichtigsten Wettkämpfe des Lebens geht, ist die Versuchung zur Überoptimierung groß: „Man möchte alles rausholen und neue Nahrungsergänzungsmittel ausprobieren oder versuchen, etwas von seinem Gewicht zu verlieren“, sagt Judith Houdam über Experimente aller Art. Es besteht die Gefahr, früher oder später ohnmächtig zu werden, weil der Körper nicht genügend Energie erhält.

    Bekannte Fixpunkte sind wichtige Details in der täglichen Ernährung

    Mit leerem Magen in den Tag zu starten, gleicht dem Versuch, mit leerem Tank einen Rennwagen zu fahren. „Dann braucht es Alternativen, die sich schnell und effektiv umsetzen lassen“, erklärt der Experte.

    Das ideale Frühstück für Gewinner ist das, was man nutzt: „Es gibt auch Sportler, die ihr Lieblingsmüsli immer dabei haben. Essen und Emotion hängen stark zusammen. Vertraute Fixpunkte sind wichtige Details in der täglichen Ernährung“, betont Houdum. Wenn er vor Ort ist, ähnelt sein Job dem eines Servicetechnikers: „Man steht lange vor den Sportlern auf und geht später zu Bett.“ Dieses Mal wird er während der Olympischen Spiele mit Österreichs Betreuerteams in Kontakt bleiben. Sie ist guter Dinge: „Die Vereine und das ÖOC verfügen dank ihrer Partner über gute Produkte und wir haben im Vorfeld viele Gespräche geführt.“

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    Trotz aller Vorbereitungen lauern in der Kantine immer wieder Gefahren: „Manche Menschen haben Probleme mit Geschmacksverstärkern oder bestimmten Gewürzen.“ Die große Auswahl des Olympischen Dorfes verführt dazu, mal etwas Neues auszuprobieren, was dann aber überhaupt nicht dem Magen zusagt. Judith Houdum weiß jedoch, dass das Verhalten, das man bei Österreichs Olympia-Hoffnungen oft sieht, nicht zu befürchten ist: „Fastfood-Restaurants sind immer sehr attraktiv für Sportler aus Ländern, die so etwas von zu Hause nicht kennen. Dann pilgern sie jeden Tag für Burger und Pommes. …“

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