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Erst Venezuela, dann Grönland? Die Insel beginnt zu beben

    Erst Venezuela, dann Grönland? Die Insel beginnt zu beben

    Wir brauchen Grönland!“ Donald Trump wiederholte diese Behauptung mehrmals gegenüber Reportern an Bord des Präsidentenflugzeugs. Wie üblich begründete der US-Präsident die neue Initiative mit der „nationalen Sicherheit“. Und er hat nicht an Dänemark gespart, das für die Sicherheit und Außenpolitik der Arktisregion verantwortlich ist. Vielleicht haben Sie also in einen Hundeschlitten investiert, um Grönland zu schützen.

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    Trump unterstrich seine Forderung auch gegenüber dem US-Magazin „The Atlantic“, worauf die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen antwortete: „Die USA haben kein Recht, eines der drei Länder der Reichsgemeinschaft zu annektieren.“ Als Teil der NATO genießt auch das Königreich Dänemark den Schutz des Bündnisses. „Reichsgemeinschaft“ bezeichnet die Union zwischen Dänemark, Grönland und den Färöer-Inseln.

    Drohungen gegen Grönland werden konkreter

    Auch der Ministerpräsident der Insel, Jens-Friedrich Nielsen, betonte: „Grönland ist unsere Heimat und unser Territorium.“ Der völkerrechtswidrige Angriff der US-Streitkräfte auf Venezuela hat in Kopenhagen und Grönlands Hauptstadt Nuuk Befürchtungen geweckt, dass die USA bald Ernst machen und Grönland in ähnliche Militäreinsätze verwickeln könnten. Beiträge wie der von Katie Miller tun ihr Übriges: Ein MAGA-Unterstützer aus Trumps engstem Kreis veröffentlichte eine Karte mit Grönland in US-Farben und dem Wort „bald“. Dies scheint eine Bedrohung für die Grönländer zu sein; Umfragen zufolge sind 85 Prozent der Menschen gegen die Option, der „51. Bundesstaat“ der USA zu werden.

    Schließlich erhalten Kopenhagen und Nuuk Solidaritätsbekundungen aus verschiedenen europäischen Ländern. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass die EU „weiterhin an den Grundsätzen der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität und der Unverletzlichkeit der Grenzen festhält“. Während seines Aufenthaltes in Litauen versuchte der deutsche Außenminister Johann Wedeful, Trumps Behauptungen mit dem Verweis auf die NATO-Mitgliedschaft zu entkräften: „Grönland wird von der NATO verteidigt.“

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    Bündnispläne der USA werden immer mehr zum Thema

    Doch für Trump scheinen hegemoniale Ambitionen über transatlantische Abkommen hinauszugehen. Auch der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, den Trump kurz vor Weihnachten unerwartet zum Sondergesandten ernannte, erwähnte mehrfach die Monroe-Doktrin. Dementsprechend betrachten die USA die amerikanischen Kontinente als Einflusssphäre – und Grönland gehört geografisch zu Nordamerika.

    Dänemark versucht, den Forderungen der USA nachzukommen – die aktuellen Verteidigungsausgaben beschränken sich nicht nur auf den oben erwähnten Hundeschlitten. Im Oktober beschloss das Parlament in Kopenhagen, umgerechnet 3,6 Milliarden Euro in die Verteidigung der Arktisregion zu investieren.

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    Doch in den dänischen Medien wird immer lauter die Frage nach einem konkreten Plan gegen ein mögliches US-Bündnis, auf die die Regierung in Kopenhagen noch keine Antwort hat.

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