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Fellner am Aschermittwoch: Ein „Scheißredner“ und Warnungen vor den Freiheitlichen

    Fellner am Aschermittwoch: Ein „Scheißredner“ und Warnungen vor den Freiheitlichen

    „Tolles Publikum“, ruft Daniel Fellner in den Saal. Er antwortet im Chor: „Shitty Speaker!“ Und Fellner ist glücklich. Das war der Herzenswunsch des Politischen Aschermittwochspublikums der steirischen SPÖ. Einst wollte sich der Kärntner SPÖ-Chef und potenzielle Landeshauptmann wie ein WAC-Sprecher fühlen, dem er diesen Dialog gab.

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    Ansonsten hatte Fellner einen grundlegend anderen Text als der Stadionsprecher in der Levantal-Arena. Der Staatsrat war zu Gast in Cobenz, wo Max Lercher seit Jahren versucht, die Tradition des Aschermittwochs nicht den Liberalen und Konservativen zu überlassen. Doch während der steirische SPÖ-Chef es leicht hatte und sich gegen die Landesregierung durchsetzen konnte, war Fellners Rolle eine andere. Einerseits unterstützte er den Staat, andererseits äußerte er sich zynisch und versuchte, politische Positionen zum Ausdruck zu bringen und ein paar Witze zu machen.

    Warnung vor FPÖ

    Und hier kam die steirische Landespolitik ins Spiel. Die Tatsache, dass die Kellag-Aktien des Landes Kärnten unter der Führung der Freiheitlichen Partei bereits auf ein gesetzlich entleerbares Minimum reduziert worden waren, gab ihm ein taktvolles Grollen und eine Warnung. Das darf in der Steiermark nicht passieren. Eine der vielen Warnungen vor Libertären, „die die Probleme der Menschen nicht lösen“. Fellner verstand es auch, das Thema „Christian Kern“ positiv zu verpacken. Nun werden die Landesparteichefs in der SPÖ zumindest wieder miteinander reden, lautet ihr Resümee der gescheiterten Kandidatur.

    Fellner erklärte offen, er stehe in der Sozialpolitik auf dem linken Flügel der Partei, in Einwanderungsfragen hingegen auf dem rechten Flügel. „Nur Max Lercher hat zwei Flügel; er ist ein Engel.“ Aber wichtiger als links und rechts ist für ihn die Kluft zwischen oben und unten, die es zu schließen gilt. Er verteidigte auch die Mehrwertsteuersenkung, obwohl diese nur wenige Euro einbrachte. „Ohne geht man aber nicht auf ein Bier, dann wird die Meinung nicht gehört.“

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    Ein Aufruf zur Einheit

    Tatsache ist, dass er gelegentlich einen Witz einbaut, der am Vortag beim Villacher Karneval erwartet wurde. Auf seiner „Mitten im Leben“-Tour habe er auch „geschustert. In Kärnten heißt das also, mit Lederwaren Schuhe zu machen.“ Als das Thema Korallentunnel aufkam, verkündete er beiden Seiten des Portals: Man müsse sich als Region begreifen und nicht sagen: „Schau dir an, was die anderen geschafft haben.“ Und er rief zum Mut auf, denn nur so könne man die Berge versetzen – oder, wenn das nicht möglich sei, „einen Tunnel durch sie hindurch graben“.

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