Wenn man beim Gedanken an Shampoo und Pflegeprodukte an den nächsten Urlaub denkt, kommt einem selten in den Sinn, dass Drogen im Spiel sind. Doch für eine 36-jährige Brasilianerin waren gerade solche Flaschen tödlich. Am Flughafen der indonesischen Ferieninsel Bali entdeckten Ermittler mehrere Kilogramm Kokain, versteckt in Kosmetikprodukten. Statt einer lukrativen Kurierfahrt drohen der Frau nun schwere strafrechtliche Konsequenzen.
Drogen in sieben Flaschen versteckt
NTV berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, die Brasilianerin habe insgesamt sieben Flaschen Kosmetik- und Pflegeprodukte bei sich gehabt. Die Gesamtmenge betrug über 3,6 Kilogramm flüssiges Kokain. Die ungewöhnliche Tarnung sollte offenbar dazu beitragen, dass die Droge unbemerkt über die Grenze gelangt. Bei seiner Ankunft auf Bali wurde der 36-Jährige jedoch entdeckt und festgenommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Medikamente nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt waren, sondern dazu bestimmt waren, an eine andere Person weitergegeben zu werden.
Bei ihrer Vernehmung gab die Frau an, dass sie für den Transport der Drogen eine Belohnung von rund 45.000 Euro erhalten würde. Ihre Aufgabe war es, die Drogen nach Indonesien zu bringen und sie dort einem Bekannten zu übergeben. Es ist noch unklar, ob er tatsächlich den vollen Betrag erhalten hat und was die genauen Hintergründe der Anordnung waren. Der Fall zeigt jedoch, dass riesige Summen für die Anstellung von Kurieren für den internationalen Drogenschmuggel ausgegeben werden. Die Vereinbarung könnte sich für den mutmaßlichen Kurier als schwerer Fehler erweisen. Da die versprochene Zahlung zunächst verlockend erscheinen mag, steht sie in keinem Verhältnis zu den möglichen Folgen einer Verurteilung.
Beim Drogenschmuggel herrscht in Indonesien wenig Nachsicht
Indonesien ist für seine besonders strengen Drogengesetze bekannt. Wer große Mengen illegaler Drogen ins Land einführt oder damit handelt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Abhängig von der Anklage und den Umständen des Falles können diese von lebenslanger Haft bis hin zur Todesstrafe reichen. Laut NTV wurden in Indonesien Dutzende Ausländer wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt. Gegen den internationalen Drogenhandel gehen die Behörden besonders hart vor. Dem 36-jährigen Brasilianer drohen nun erhebliche Konsequenzen. Mit welcher Strafe Sie tatsächlich rechnen müssen, hängt vom weiteren Verfahren und der rechtlichen Bewertung der Beschwerde ab.
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