Klaus-Dieter Wolitz scheut sich nicht, die Zustände in der 3. Liga zu kritisieren. Foto: imago/Jan Hübner
„Funfair-Liga!“ Ein Trainer rechnet gnadenlos mit der 3. Liga ab
Mitten im Aufstiegsrennen verurteilte Klaus-Dieter Wolitz die Zustände in der dritten Fußball-Liga aufs Schärfste. „Es gibt viele Kollegen, die sagen, die Liga sei fair, weil es nicht die gleiche Linie gibt. Aber sie hören uns nicht zu“, sagte der 60-jährige Trainer von Energie Cottbus auf der Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel am Sonntag in Osnabrück (13.30 Uhr/MagentaSport), „deshalb muss es eine Trainerkonferenz geben.“
Angesichts der zahlreichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter und ihrer Assistenten plädierte Wolitz auch für die Einführung des Videobeweises in der 3. Liga, „auch wenn ich nicht weiß, ob das gerechter wäre“. Doch einige auffällige Fehlentscheidungen lassen sich mit VAR erkennen. „Das ist eine Profiliga. Und es sind Fehler passiert, die einfach nicht passieren dürfen“, sagte Wolitz.
Der Trainer nimmt die Kampfrichter erneut aus der Schusslinie. „Schiedsrichterbeobachter sind kritisch, weil sie alles von den Schiedsrichtern erwarten“, sagte Wolitz. Der Trainer behauptete, dass der Schiedsrichter aufgrund des Drucks in schwierigen Situationen nicht immer richtig reagieren könne.
TV-Gelder in der 3. Liga: Wollitz fordert deutlich mehr Geld
Wolitz drängt auch auf ein anderes Bonussystem beim Umtausch der TV-Rechte ab der Saison 2027/2028. Die TV-Gelder sollen entsprechend der endgültigen Platzierung verteilt werden: „Eine andere Situation ist es, wenn ich am Ende zwei Plätze höher lande und dann mehr TV-Gelder bekomme. Das macht das Rennen interessanter.“ Die Finanzierung des Fernsehens selbst muss erhöht werden. „Das Minimum ist das Doppelte“, sagt Wolitz, der dem aktuellen Sender MagentaSport eine gute Bilanz gibt.
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Wollitz hat auch seine Meinung zu den Auf- und Abstiegsregeln und fordert das Aufstiegsrecht für jeden Regionalligameister. Bisher sind nur drei Titelträger aufstiegsberechtigt, zwei Meister müssen um den aktuell letzten Abstiegsplatz kämpfen. „Aus meiner Sicht kann es diese Fairness nur bei 22 Vereinen, fünf Absteigern und fünf Aufsteigern geben. Dann hat man noch vier Spiele und es könnten noch mehr aufsteigen.“ (dpa/dj)
