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Fußball: Österreichs Bundespräsident durfte den WM-Pokal anfassen

    Fußball: Österreichs Bundespräsident durfte den WM-Pokal anfassen

    Es kommt nicht oft vor, dass man als Österreicher den WM-Pokal tatsächlich anfassen darf. Streng genommen ist dies – bis auf wenige Ausnahmen – nur erlaubt, wer die Weltmeisterschaft bereits gewonnen hat. So wie Fabio Cannavaro, der mit Italien im unvergesslichen WM-Finale 2006 in Berlin den WM-Pokal gewann. Noch beeindruckender ist, dass es der italienische Star war, der im Rahmen der „Coca Cola FIFA World Cup Trophy Tour“ den Pokal nach Wien brachte und 20 Jahre später Alexander Präsident Bell den WM-Titel holte. Man durfte die Trophäe sozusagen mit „Befreiung“ berühren, bevor sie wieder unter die Plexiglasabdeckung gelegt wurde. „Nicht jeder hat das Privileg, die Trophäe überhaupt zu berühren, sie ist fast ein Relikt“, sagte Van der Bellen.

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    Und dann übernahm jemand, der nicht dabei war: Marko Arnautovic, der den Bundespräsidenten nach erfolgreicher Qualifikation mit der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft bereits um einen Urlaub gebeten hatte, der dann in einem humorvollen Post meinte: „Kennen Sie diese Trophäe? Wenn Sie sie im August nach Wien bringen, können wir darüber reden.“ Nachdem der Pokal nun in Wien war, legte Arnautovic sofort nach: „Sie meinten, wir würden mehr reden, wenn wir den Pokal im Juli nach Wien bringen. Jetzt ist schon Januar – wie fühlt sich das an? Ich möchte auch in die Hofburg kommen.“ Der Stengel-Pass, den Van der Bellen freudig mit einem Lächeln entgegennahm: „Danke, Marko Arnautovic, natürlich erinnere ich mich. Du bist jederzeit willkommen. Lass uns in der Hofburg vorbeischauen. Dann besprechen wir den Ablauf, wie ich den Urlaub bekomme, denn ich kann das nicht alleine entscheiden.“

    Als ihm die 6,175 Kilogramm schwere Trophäe aus 18-karätigem Gold überreicht wurde, scherzte der Staatsoberhaupt: „Ich hätte fast gesagt, dass die Siegermannschaft sie im Sommer nach Wien mitnimmt.“ Dass er in Wien ist, ist übrigens indirekt das Ergebnis eines humorvollen „Social-Media-Wortwechsels“. „Wir dachten uns, wenn das jemand könnte, dann wäre es Coca-Cola“, erklärte Marketingchefin Lisa Moosberger. Und tatsächlich: Es ist gelungen. „Österreich ist nur eines von vier Ländern in Europa, in das der Cup im Rahmen seiner Tournee vor dem WM-Finale kommt“, freute sich ÖFB-Präsident Josef Proll. Er war mit seiner Delegation vor Ort, um den Pokal aus Saudi-Arabien entgegenzunehmen. Von Wien aus reist er dann nach Indien.

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    Cannavaro erklärte, was der Gewinn des WM-Titels bedeutete: „Ich habe davon als kleines Kind in Neapel geträumt. Und ich habe für viele große Mannschaften gespielt. Aber mit dieser Trophäe wird man zur Legende. Wie wahr das ist, zeigt die Tatsache, dass ich 20 Jahre nach dem WM-Titel wieder hier bin.“ Auch ÖFB-Nationaltorhüterin Manuela Zinsberger war begeistert: „Als ich den Pokal enthüllte, war ich genauso aufgeregt wie bei meiner eigenen Hochzeit.“

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