Brennende Fässer, heiße Grills und Sterne und Streifen, wohin das Auge blickt – das traditionelle „Tailgating“, sozusagen Fantreffen vor einem American-Football-Spiel, ist selbst bei Minustemperaturen auf dem Parkplatz des Patriots Stadium in der Nähe von Boston hart. Vor einem großen Spiel gegen die Buffalo Bills wärmen sich Fans aller Franchises vor dem Gillette Stadium so richtig auf. Können Sie sich vorstellen, dass so etwas bei der Weltmeisterschaft im Sommer passieren wird? Diese Frage wird mit pro Frage beantwortet. “Fußball?” Ein junger Mann antwortet. „Wir sind hier, um echten Fußball zu spielen!“
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Aber wenn es um den Geist des Fußballs geht, sieht es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gar nicht so schlecht aus. Vor dem NFL-Stadion in Foxboro gibt es auch einen FIFA-Store, dessen Eröffnung aber noch auf sich warten lässt. Mit Partnerverein FC Bayern in der Öffentlichkeit, darunter Stargast Rafinha, versuchen die New England Patriots, das Spiel in Gang zu bringen – mehr oder weniger erfolgreich. Während nur wenige Fans vor der großen Leinwand sitzen, erklärt Joe Dorant, Senior Director of Business Management der Eigentümergruppe um Eigentümer Robert Kraft, dass das Interesse am großen Lederball weiter wächst. „Der Fußball wächst auf jeden Fall, und das ist vor allem bei jungen Leuten spürbar. Die Weltmeisterschaft ist in dieser Hinsicht sicherlich eine große Chance.“
Es gibt Hoffnung für die WM-Stars
Als Stadionmanager arbeitet er seit Monaten eng mit der FIFA zusammen. „Wir wollen allen Fans und Stars ein Weltklasse-Erlebnis bieten. Wenn Namen wie Harry Kane, Kylian Mbappe und Erling Haaland in unserem Stadion spielen, wird das nicht nur die Fans in unserer Region glücklich machen.“ Insgesamt werden sieben WM-Spiele in Boston oder Foxboro ausgetragen – zwei davon sind entscheidende K.-o.-Spiele, eines im Achtelfinale und eines im Viertelfinale. Die Hoffnungen ruhen nicht nur auf den oben genannten Stars aus England, Frankreich und Norwegen. Besonders gespannt ist man auf die Schotten und ihre begeisterten Fans, denn die Männer der Insel bestreiten zwei Gruppenspiele im Gillette Stadium. „Wir werden uns wahrscheinlich in der Stadt mit ein paar Bieren eindecken“, scherzt Dorant, der für alle Stadionaktivitäten verantwortlich ist.
Die Begeisterung hat sich noch nicht breit gemacht
Fans brauchen mit dem Auto etwa eine Stunde, um von Boston nach Foxboro zu gelangen. Wenn man heutzutage durch die Straßen einer Metropole in Massachusetts geht, sieht man als Football-Fan hier und da ein paar Plakate. Auch die verschiedenen Souvenirläden führen zahlreiche WM-Souvenirs, von Stofftieren über Kaffeetassen bis hin zu Fahnen und Bannern. Aber die Aufregung hat sich im kühlen Boston noch nicht ausgebreitet, was möglicherweise an der Hochsaison der NFL und den wiedererstarkten Patriots liegt. Allerdings sind sich die Verantwortlichen der Anziehungskraft der Weltmeisterschaft durchaus bewusst, wie Dorant erklärt: „Es ist das meistgesehene Sportereignis der Welt und eine unglaubliche Gelegenheit, unser Land zu repräsentieren. Wir hoffen, dass diese Veranstaltung dazu beiträgt, den Fußball stärker in der Sportkultur zu verankern.“
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