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Gastpatienten: Niederösterreich reicht Klage gegen Wien ein

    Gastpatienten: Niederösterreich reicht Klage gegen Wien ein

    Niederösterreich wird im Gastpatientenkonflikt rechtliche Schritte gegen Wien einleiten. Landeshauptfrau Johanna Mikkel-Leitner (ÖVP) kündigte am Donnerstagabend an, dass in den nächsten Wochen eine Klage für einen der Betroffenen vorbereitet und eingereicht werde, wie auch ORF NÖ berichtet. Gleichzeitig hofft das Staatsoberhaupt auf eine politische Lösung im Gespräch der Verantwortlichen: „Wir müssen in ganz Österreich auf einen gemeinsamen Weg zurückkommen.“

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    „Viele Landsleute haben sich an unsere Patientenvertreter gewandt, die sich teilweise monatelang auf geplante OP-Termine vorbereitet hatten, die dann kurzfristig abgesagt wurden. Dadurch wurde ihr Leiden unnötig verlängert“, sagte Mikl-Leitner in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. Der Gouverneur des Bundesstaates kündigte im Dezember an, dass gesetzgeberische Maßnahmen in dieser Angelegenheit „bis hin zur Einreichung einer Klage“ geprüft würden. Nun wird das Land Niederösterreich für einen dieser abgewiesenen Patienten Klage einreichen. Den Angaben zufolge gehört diese Person zum Distrikt Mistelback. Er bekam einen Termin für eine Operation in einem Krankenhaus in Wien, der jedoch nach fast anderthalbjähriger Wartezeit abgesagt wurde. Als Begründung wurde angegeben, dass der Hauptwohnsitz des Patienten in Niederösterreich liege.

    Mikl-Leitner: Die politischen Diskussionen werden weitergehen

    „Es kann nicht sein, dass Ausländer mit Wiener Meldebescheinigung, die nie in das System eingezahlt haben, in Wiener Krankenhäusern und nicht in Niederösterreichern behandelt werden, nur weil sie Niederösterreicher sind“, betonte Mikkel-Leitner. „Mit anderen Bundesländern, etwa Oberösterreich oder dem Burgenland, funktioniert die Gastpatientenregelung weiterhin problemlos“, sagte der ÖVP-Politiker. „Leider hat Wien diesen über Jahrzehnte guten und wahren gemeinsamen Weg im Ostraum aufgegeben. Auf Kosten unserer Landsleute in Niederösterreich. Das ist unhaltbar.“

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    Laut Mikkel-Leitner tragen Passagiere aus Niederösterreich rund 220 Millionen Euro an Gemeindesteuern in die Kasse der Stadt Wien ein. „Es kann nicht sein, dass sie schlechter behandelt werden als Ausländer. Deshalb werden wir die politischen Gespräche mit Wien fortsetzen, damit wir schnellstmöglich wieder auf einen normalen Weg zurückkehren können“, sagte Mikkel-Leitner. Das erste Treffen zwischen dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hecker (SPÖ) und dem niederösterreichischen Landesrat Anton Kaiser (ÖVP) zu diesem Thema fand im Herbst des Vorjahres statt.

    Ludwig möchte das Gespräch über den Gastpatienten beenden

    Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) will die jahrelange Debatte um Gastpatienten in den von ihm geförderten Gesundheitsbereichen beenden, die er am Donnerstag in einem „Wien Heute“-Interview vorangetrieben hat. Ihm zufolge soll es vier solcher Regionen geben, wobei der nördliche Teil des Burgenlandes zu Wien und Niederösterreich und der südliche Teil zur Region Steiermark/Kärnten gehören soll. Weitere Paarungen werden Tirol und Vorarlberg sowie Oberösterreich und Salzburg sein.

    Ludwigs Mission ist die gleichzeitige Planung, Finanzierung und Steuerung von Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen. Ihr Ziel ist eine Grundlagenplanung auf Bundesebene, die regional über Landesgrenzen hinweg umgesetzt wird. Auch Regionen sollen mehr Kompetenzen erhalten, etwa der überregionale Betrieb 1450.

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