Wenn Gesichter Bände sprechen: Mit viel Spannung im Gepäck reisen die HSV-Nachwuchstalente Otto Stange (links) und Luka Vushkovic nach Wolfsburg. Foto: WITTERS
Gefährliche Situation! Im Abstiegskampf steht der HSV plötzlich wieder unter Druck
Nun wird es für den HSV plötzlich wieder richtig schwierig. Erst 1:2 gegen Leipzig, dann 0:1 gegen Leverkusen – nach zwei Heimniederlagen in drei Tagen ist der Druck vor dem Spiel am Samstag in Wolfsburg (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) groß. Der HSV muss sich vom Tabellenvorletzten etwas abholen, sonst gerät er erneut in den Abstiegskampf.
Die Frustration der Profis und von Merlin Polzin war nach dem Anpfiff deutlich zu spüren. „Wenn du ein Spiel verlierst, dann stimmt etwas nicht“, bedauerte der Trainer, während Daniel Elfadli erklärte: „Es war nicht die Art und Weise, wie wir auftreten wollten. Wir wollten eine andere Leistung erbringen als gegen Leipzig – und das haben wir nicht getan.“
HSV-Profis sind nach zwei Pleiten in Folge frustriert
Im Volkspark herrschte eine Tristesse, die es schon lange nicht mehr gegeben hatte. Sechs Spiele ungeschlagen (zwei Siege, vier Unentschieden) startete der HSV in die Rückrunde, doch nun folgte ausgerechnet im heimischen Volkspark die Doppelniederlage. Dass die Sinne vor dem Spiel gegen Wolfsburg geschärft werden müssen, versteht sich von selbst.
„Es ist einfach ein wichtiges Spiel, weil es das nächste ist“, sagte Torhüter Daniel Hoyer Fernandez. „Wir spielen gegen einen Konkurrenten, der in der Tabelle auf einer ähnlichen Position steht, deshalb wollen wir wieder unser Bestes geben. Aber wir passen auf uns auf, wir wollen Leistung bringen und unser Spiel mit Energie durchziehen.“
Die Mannschaft von Merlin Polzin steht in Wolfsburg unter Druck
Möglich ist, dass der HSV erneut gegen einen Gegner antreten möchte, der nicht zu den besten Spielern der Bundesliga zählt. „Man muss bedenken, dass wir jetzt gegen zwei Topteams der Liga gespielt haben“, sagte Polzin. „Aber nach sieben Jahren in der zweiten Liga haben wir uns riesig auf diese Spiele gefreut.“
Wolfsburg hat nun einen Gegner, der am Boden liegt und bis zum Hals im Wasser steht. Das Spiel dürfte den Ton angeben für den letzten Schlag der Saison für den HSV. Der Vorsprung auf Bremen und den Relegationsplatz beträgt vier Punkte, immer noch sechs vor Wolfsburg. Wird Hamburg seinen Vorsprung behaupten – oder ausbauen? „Wir werden uns gut vorbereiten“, verspricht Polzin. „Wir treffen auf eine Mannschaft, die individuell extrem gut ausgestattet ist und sicherlich nicht in diese Tabellenregion gehört. Aber wir haben bereits im ersten Spiel verloren (0:1; d. Red.). Wir haben nicht nur viel aufzuholen, sondern wollen auch ein besseres Ergebnis holen.“
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Erst wenn das gelingt, werden die Köpfe der HSV-Profis und ihrer Fans wieder in die Höhe gehoben. Plötzlich steigt die Spannung im Abstiegskampf wieder.
