Schon wieder nichts! Nikolaj Remberg, Luka Vuskovic und Miro Muheim (von links) haben in dieser Saison noch keinen Auswärtssieg mit dem HSV gefeiert. Foto: IMAGO / Oryk HAIST
Gefährliche Situation: Reicht der Volkspark, um dem HSV Hoffnung zu geben?
So haben es sich die Hamburger sicherlich nicht vorgestellt. Seit dem Aufstieg hat sich der HSV immer mehr zum Lieblingsgast der Bundesliga entwickelt. Bei jedem Auswärtsspiel füllt die Mannschaft von Trainer Merlin Polcin das Stadion – und lässt den Gegner meist mit Punkten zurück. Auch ein Auswärtstor ist kaum möglich (nur zwei Tore). Jetzt muss im Volksparkstadion alles ausgeglichen sein. Gefährliche Situation.
Die 0:1-Niederlage bei Augsburg war die vierte Niederlage des HSV im sechsten Auswärtsspiel dieser Saison. Lediglich beim 0:0 in Gladbach und beim 0:0 in Berlin wurde ein Punkt geholt. „Wenn man das hört, denkt man kurz nach, aber ich glaube nicht, dass es uns jetzt betrifft“, sagte Nicolai Remberg nach dem Auftritt des FCA auf die miserable Auswärtsbilanz angesprochen. Gleichzeitig betonte er: „Wir sind zu Hause sehr stark.“
Der HSV hat nun drei Heimspiele
Im heimischen Volksparkstadion hat der HSV bislang aus fünf Spielen sieben Punkte geholt – und sieben Tore geschossen. In der Heimtabelle liegt Hamburg auf einem ordentlichen zehnten Platz. Dass die nächsten drei Spiele gegen Stuttgart (30. November), gegen Kiel (3. Dezember, DFB-Pokal) und gegen Werder Bremen alle im Volkspark stattfinden, dürfte nun zu einer Wende führen. Remberg: „Jetzt haben wir drei Heimspiele. Es ist gut für uns, in unserem Stadion zu spielen. Wir haben dort viel Kraft und Power und müssen daher versuchen, dort Punkte zu holen.“
Polzin sieht das ähnlich. „Wir freuen uns auf die Heimspiele. Wir freuen uns auf das laute und energiegeladene Volksparkstadion“, sagte der HSV-Trainer, der nur auf den Auftritt gegen Stuttgart blicken will. „Wir müssen uns gut auf das nächste Spiel vorbereiten, denn wir werden viel zu tun haben. Aber wir kennen auch unsere Stärken, die wir zu Hause im Volksparkstadion haben – und das können wir mit einer guten Leistung und natürlich einem guten Ergebnis krönen.“
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Ist das so einfach? Reicht Ihnen der bisherige Blick auf die ordentliche Bilanz des Volksparks, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren? Zweifel sind angebracht. Die Wahrheit ist, dass der HSV in dieser Saison gegen Heidenheim und Mainz seine einzigen Heimsiege eingefahren hat – in der Tabelle sind sie die beiden schwächsten Mannschaften der Liga. Stuttgart ist am kommenden Sonntag ein weiteres Kaliber. Schon ein Punkt wäre für den HSV wohl ein Erfolg. Andererseits wäre tatsächlich mehr nötig, weil es abseits des HSV bisher zu wenig gab.
