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Gesundheit: Patient gestorben: Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Notfallversorgung

    Gesundheit: Patient gestorben: Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Notfallversorgung

    Nach dem Tod eines Patienten in Rohrbach, der aus Kapazitätsgründen nicht in einem Fachkrankenhaus behandelt werden konnte, werden vier Arbeitsgruppen – darunter eine für die Notfallversorgung – eingerichtet und eine Analyse der Versorgungslandschaft erstellt. Das gab Gesundheitsministerin Corinna Schumann (SPÖ) am Freitag nach einem Reformpartnerschaftstreffen mit Vertretern von Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und Sozialversicherungen bekannt.

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    Tragische Ereignisse hätten gezeigt, dass Reformen notwendig seien, weshalb nun Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen Verantwortung übernommen hätten, sagte Shuman. Eine der Reformgruppen soll sich mit der Notfallversorgung im klinischen Bereich befassen und sich gezielt auf zeitkritische Erkrankungen konzentrieren – also Erkrankungen, bei denen jede Minute zählt. Nach Angaben des Gesundheitsministers werden die ersten Schritte und Verfahren, um sicherzustellen, dass die Notfallversorgung im gesamten Bundesstaat verbessert wird, nächste Woche bei einem Treffen mit staatlichen Gesundheitsbehörden besprochen.

    Umsetzung der geplanten Ergebnisse im zweiten Quartal 2026

    Weitere Arbeitsgruppen sollen sich mit der Digitalisierung, der Stärkung öffentlicher Gesundheitssysteme und der möglichen „Rückdrängung der Zwei-Klassen-Medizin“ sowie Berufsbildern im Gesundheitswesen befassen. Gleichzeitig sollten Experten eine Angebotsanalyse vorlegen, die die Grundlage für weitere Schritte bilden soll. Mit der Umsetzung der Ergebnisse der vier Reformgruppen solle im zweiten Quartal nächsten Jahres begonnen werden, sagte Schumann.

    Das Treffen am Freitag war eigentlich ein reguläres Treffen der „Health Improvement Partnership“. Beteiligt sind neben Gesundheitsministerin Corinna Schumann (SPÖ), der Sozialsprecherin der Koalitionspartner ÖVP und Neos, Vertreter der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Wien und Burgenland als Vertreter der Reformgruppe sowie Peter Macdonald, Leiter Organisation und Sozialversicherung der Städte und Gemeinden.

    Die Grünen kritisieren „Symbolpolitik“.

    Kritik gab es im Vorfeld des Treffens von Seiten der Grünen, die das in manchen Medien als „Gesundheitsgipfel“ bezeichnete Treffen als „reine Symbolpolitik und nicht als echtes Krisenmanagement“ betrachteten. „Wenn Bund und Länder weiterhin zögern, gefährden sie die Gesundheitsversorgung aller Menschen in Österreich“, sagte Gesundheitssprecher Ralf Schellmeiner in einer Aussendung und forderte eine zentrale Steuerung und Finanzierung des Gesundheitssystems durch den Bund. Auch Industrieverbände sprachen sich dafür aus, Gesundheitskompetenzen an den Bund zu übertragen, wie es die Salzburger Landeshauptfrau Caroline Edtstadtler (ÖVP) kürzlich gefordert hatte.

    Die Health Reform Partnership hat ihre Arbeit Mitte September aufgenommen. Sie gehört zu den Untergruppen der von Kommunen initiierten Partnerschaften. Ziel des eineinhalbjährigen Projekts ist die Umsetzung großer Verwaltungsreformen.

    Berichte über Besuchspatienten aus Niederösterreich

    In der aktuellen Debatte um die Behandlung von Gastpatienten wurde ein Rechtsgutachten des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) vorgelegt. Die Universitätsprofessoren Gerhard Baumgartner und Carl Stöger halten fest, dass das Bundeskrankenhausgesetz grundsätzlich eine „Benachteiligung inländischer Gastpatienten bei der Aufnahme ins Krankenhaus zum Zweck alternativer Behandlung“ verbietet.

    Das im Wiener Krankenanstaltengesetz vorgesehene Aufnahmeverbot für Patienten mit Hauptwohnsitz in einem anderen Bundesland sei „grundgesetzwidrig und daher verfassungswidrig“, heißt es in dem Gutachten, über das auch „Krone“ und „Huet“ berichten. „Das Vorgehen Wiens ist rechtswidrig, wie aus dem Bericht deutlich hervorgeht“, betonte Martin Antauer (FPÖ), der für NÖGUS politisch verantwortliche Landesrat von Niederösterreich.

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