Vor Herthas Erstliga-Zweitligaspiel gegen Schalke kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Hertha-Fans und der Polizei. Foto: imago/Matthias Koch
Gewalt zwischen Fans und Polizei mit 52 Verletzten – Hertha-Verantwortliche betroffen
Nach den gewalttätigen Vorfällen im Zweitliga-Spitzenspiel zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 will Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) schnell einen Dialog mit der Hertha-Führung und der Polizei aufnehmen. Spranger sagte, er werde sich unter der Woche mit Club-Geschäftsführer Peter Goerlich und Polizeichefin Barbara Slovik Meisel treffen.
„Die Vorgänge beim Spiel zwischen Hertha BSK und dem FC Schalke 04 müssen aufgeklärt werden“, sagte Spranger. „Berlin ist ein Ort der Sportliebe und der Rechtsstaatlichkeit. Fußball lebt von Leidenschaft, nicht von Gewalt“, sagte der Innensenator in einer Erklärung. Das nächste Heimspiel der Hertha findet am 1. Februar gegen Darmstadt 98 statt.
Rund um Hertha-Spiel: 21 Funktionäre und 31 Fans in Berlin verletzt
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Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern des Berliner Vereins und der Polizei wurden am Samstag im Stadionbereich 21 Polizisten und 31 Fans verletzt. Die Polizei nahm fünf Fans fest. Anschließend warfen sich Polizeivertreter und Fans gegenseitig Provokationen, übermäßige Unhöflichkeit und Gewaltbereitschaft vor. Unterdessen wurden auch Vorwürfe von Vertretern der Schalke-Fans gegen die Polizei in Berlin erhoben. Im Internet kursierten zahlreiche Videos, die angeblich Polizeibrutalität zeigen.
Auch Hertha-Verantwortliche wurden verletzt
Nach einer Krisensitzung zwischen Präsidium und Führung verurteilte die Hertha-Führung jede Form von Gewalt, kritisierte aber auch ungewöhnlich deutlich das Vorgehen der Sicherheitskräfte. Eine Stellungnahme ruft zum Dialog aller Akteure auf. Diesen Wunsch erfüllt Spranger nun schnell. Ob auch Vertreter der organisierten Fanszene Gehör finden würden, war zunächst unklar.
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Der Verein bestätigte einen Online-Bericht der Fan-Unterstützungsorganisation, wonach bei dem Vorfall auch Vereinsfunktionäre verletzt wurden. „Wir können bestätigen, dass bei dem Einsatz auch Mitarbeiter von Hertha BSC, die versucht haben, die Situation zu entschärfen und zu schlichten, betroffen waren und Reizgas ausgesetzt waren“, teilte der Verein auf Nachfrage mit. Dabei handele es sich um „leichte Verletzungen, die keiner ärztlichen Behandlung bedurften“, hieß es. Nähere Angaben zur Art der Verletzungen und zur Anzahl der Personen wurden nicht gemacht. (dpa/hmg)
