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Giftige Atmosphäre – auch wegen Trump! USA gewinnen Traumfinale gegen Kanada

    Giftige Atmosphäre – auch wegen Trump! USA gewinnen Traumfinale gegen Kanada

    Er wurde zum Helden in einem dramatischen Eishockey-Finale bei den Olympischen Spielen: der amerikanische Torwart Connor Hellebuyck Foto: picture Alliance/dpa | Peter Knefel

    Giftige Atmosphäre – auch wegen Trump! USA gewinnen Traumfinale gegen Kanada

    Späte Wiedergutmachung, Torwart als goldener Held und das Ende eines langen Wartens: Die Eishockeystars der USA holten sich den Titel bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einem denkwürdigen Finale für die Geschichtsbücher gegen den Erzrivalen Kanada. 46 Jahre nach dem „Wunder auf dem Eis“ gewann das Team USA ein spannendes Aufeinandertreffen der Eishockey-Elite mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) in der Verlängerung und krönte sich zum dritten Mal zum Olympiasieger der Männer.

    Die Eishockey-Supermacht Kanada, angeführt von Topstar Connor McDavid und dem verletzten Kapitän Sidney Crosby, verpasste ihr zehntes olympisches Gold und das erste seit 2014. Kanada traf zuletzt 2010 in einem Heimspiel in Vancouver im Finale auf die USA – als Crosby in der Verlängerung das entscheidende Tor erzielte. Diesmal hatte sich der 38-jährige Crosby nicht rechtzeitig von einer Unterkörperverletzung erholt, die er sich im Viertelfinale gegen die Tschechische Republik zugezogen hatte.

    Die USA gewinnen beide Eishockey-Goldmedaillen

    Matt Boldy (7.) und Jack Hughes (62.) bescherten den amerikanischen Eishockeystars in der Verlängerung den prestigeträchtigen Titel beim 116. und letzten Entscheidungsspiel der Mailänder Winterspiele. Auch der Startorwart Connor Hellebuyck, der 42 Schüsse parierte, war ein Erfolgsgarant. Cale Makar (39.) machte Kanada Hoffnung. Die USA hatten bereits das Damenfinale in Mailand gegen Kanada gewonnen, ebenfalls mit 2:1 in der Verlängerung.


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    Die kanadische Eishockey-Legende Wayne Gretzky, der in seiner Heimat wegen seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump in der Kritik steht, hat seine Farbe im Voraus bekannt gegeben. „Ich bin ein echter Kanadier. Ich möchte, dass Kanada Gold gewinnt“, sagte der größte Spieler der Geschichte auf CBC. Kanada und die USA sind wie Brüder und Schwestern: Sie streiten, diskutieren – und versöhnen sich schließlich.

    Trump garantiert klare Fronten: US-Star Brady Tkachuk spricht von „Hass“

    Das sportliche Spitzenduell war politisch aufgeladen, insbesondere wegen Trump, dessen Annexionsrhetorik die Beziehungen stark belastet hat. Entgegen aller Spekulationen verzichtete Trump darauf, dem Finale in der Santagiuglia Arena beizuwohnen. Die Atmosphäre auf der Tribüne und auf dem Eis war weiterhin aufgeheizt. US-Star Brady Tkachuk sprach zuvor sogar von „Hass“. Bruder Matthew blieb diplomatischer: Das Duell bot „das Beste vom Besten, mit dem jeder Amerikaner und Kanadier aufgewachsen ist“.

    Die USA starteten extrem stark, doch trotz der vier Schüsse in der ersten Spielminute gelang kein Blitzstart. Kanada ließ mutig los – und mit Mut: Tom Wilson schickte US-Star Dylan Larkin brutal an die Bande (6.). Kurz darauf ließ Boldy die USA nach einem starken Solo jubeln. Die Canadiens und ihr Ersatzkapitän McDavid, ein Teamkollege von Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers, versuchten vergeblich, einen schnellen Ausgleich zu erzielen. Sie verhinderten einen weiteren Rückschlag im Machtspiel der USA.

    Der amerikanische Torhüter Hellbuyck wird gegen überlegene Kanadier zum Helden

    Kanada war ab der dritten Pause verärgert, Star-Torwart Connor Hellebuyck rückte immer mehr in den Fokus der USA. Gegen den alleine stürmenden McDavid parierte er stark (30.). Kurz darauf rettete der für die Winnipeg Jets spielende Torwart die Führung, als er zweimal überwältigt wurde. Nur Makar hat den Bann gebrochen. Jake Guentzel (40.) trifft für die USA den Pfosten.

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    Hellebuyck wurde im letzten Drittel sofort herausgefordert. Glanzleistungen gegen Devon Toews (42.) und McLean Celebrini (45.) hielten die USA im Spiel. Nathan McKinnon (50.) traf den Außenpfosten – auch danach blieb es stürmisch. Sam Bennett erhielt eine Vier-Minuten-Strafe, aber die USA konnten kein Kapital daraus schlagen und wurden gefoult. Doch auch die Kanadier konnten ihr Powerplay nicht nutzen und es ging in die Verlängerung. Kanadas Torhüter Jordan Binnington verhinderte den schnellen Knockout nach wenigen Sekunden, war beim nächsten Versuch aber machtlos. (sid/mp)

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