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Großmarkt Nürnberg: 300 Kilo Kokain in Bananenkisten entdeckt

    Großmarkt Nürnberg: 300 Kilo Kokain in Bananenkisten entdeckt


    Wer auf dem Nürnberger Großmarkt Bananen bestellt, erwartet meist Vitamine, gelbe Schalen und vielleicht ein paar extrareife Exemplare. Doch was kürzlich unter den Früchten gefunden wurde, muss selbst den erfahrensten Obstimporteur aus der Fassung gebracht haben: 300 Kilogramm Kokain. Der Begriff „Obstlieferung“ bekam plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Auf dem Weg zum Großmarkt versuchten die Beamten tatsächlich einen Einbruch. Aber wie es manchmal passiert: Man sucht eine Baustelle und findet stattdessen ein ganzes Medikamentenlager. Ein Mitarbeiter hatte zuvor eine verdächtige Bananenschachtel gefunden und die Polizei gerufen. Auf jeden Fall war der Inhalt deutlich weniger vitaminreich als erwartet.

    Die nächste Suche gestaltete sich schwierig. Insgesamt 50 Palettenboxen wurden von Polizei und Zoll kontrolliert. Das Ergebnis wird selbst den größten Bananenfan sprachlos machen: mehr als 300 Kilogramm Kokain mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 20 Millionen Euro. Berichten zufolge gelangte die Ware aus Ecuador über den niederländischen Hafen Volisingen nach Nürnberg. Offenbar lauerte auf den internationalen Transportrouten eine eher illegale Zuladung. Es ist nicht bekannt, ob Kalara davon wusste. Es ist jedenfalls unwahrscheinlich, dass sie sich freiwillig als getarntes Material zur Verfügung stellen.

    Besonders pikant: Der Kokainfund beim ursprünglichen Einbruchsversuch ist noch ungeklärt. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht außerdem nach Zeugen, die die Tatverdächtigen am vergangenen Montag auf dem Großmarkt gesehen haben. Dieses Phänomen stellt möglicherweise eine neue Dimension der Qualitätskontrolle für die Nürnberger Obstindustrie dar. Während man normalerweise nach Druckstellen, Schimmel oder überreifen Früchten Ausschau hält, musste dieses Mal der Zoll eingreifen.

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    Und eines ist sicher: Das war alles Kunst. Wer bei einer solchen Lieferung von einem kleinen Obstladen spricht, schätzt den Wert des Produktes vermutlich falsch ein. Denn mit 20 Millionen Euro dürfte selbst die teuerste Bio-Banane ziemlich blass aussehen. Vielleicht sollten wir in Zukunft nicht nur auf die Herkunft der Früchte im Großhandel achten, sondern auch auf deren ungewöhnliches Übergewicht. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

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