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Hecking glaubt immer noch an Wolfsburgs Ehre: „Hier sitzen nicht 24 stinkende Fußballer“

    Hecking glaubt immer noch an Wolfsburgs Ehre: „Hier sitzen nicht 24 stinkende Fußballer“

    Dieter Hecking muss den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg retten. Foto: WITTERS

    Hecking glaubt immer noch an Wolfsburgs Ehre: „Hier sitzen nicht 24 stinkende Fußballer“

    Wenn Dieter Hecking an den VfL Wolfsburg und die Umgebung des Mittellandkanals denkt, spricht er von „Leidenschaft“ und „Herzblut“. Deshalb lässt sich der Trainer der „Wölfe“ im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga keinen Spott und Häme von außen gefallen.

    „Diese Aussagen sind respektlos“, konterte Hecking in der „Sport Bild“ die Äußerungen des Weltmeisters von 2014 Kevin Großkreutz: „Wenn ein Verein fast 30 Jahre in der Bundesliga spielt, hat er sportlich durchaus das Recht, dort zu bleiben.“

    Großkreuz, der Routinier von Borussia Dortmund, stellte kürzlich öffentlich die Position vieler Traditionalisten im deutschen Fußball dar. Die These: Bei einem Abstieg wird dem Werksklub aus Wolfsburg niemand fehlen. „Sie dürfen eigentlich nicht absteigen. Das Stadion ist immer voll, tolle Stimmung“, sagte Großkreutz im Quarter Hour Football-Podcast mit viel Sarkasmus: „Ich spreche immer aus dem Herzen. Ich will, ich will, dass sie absteigen! Und das ist es.“

    Ehemaliger Nationalspieler Kevin Großkreutz

    Genau das wollen Hecking und der VfL im letzten Saisonauftakt verhindern. Die Wölfe sind seit 1997/98 durchgehend in der Bundesliga vertreten und es wird nicht erwartet, dass sich am Ende dieser krisengeschüttelten Saison etwas ändern wird. „Ich nehme in Kauf, dass die Werksklubs von einigen Fans kritischer gesehen werden. Aber in Wolfsburg gibt es auch viel Herzblut und Leidenschaft und eine Reihe von Fans, die für die Bundesliga kämpfen“, sagte Hecking.

    Wolfsburg und Hecking sind in großer Gefahr

    Doch die Situation ist äußerst bedrohlich. Wolfsburg liegt auf dem 17. Platz und damit auf dem direkten Abstiegsplatz. Vier Punkte Rückstand auf den Abstiegsplatz, sechs Punkte Rückstand auf den direkten Abstieg. Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist das erste von sechs Endspielen.

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    „Noch ist nichts verloren“, sagte Hecking. Im Training macht die Mannschaft weiterhin einen fokussierten Eindruck: „Sie haben Talent und Qualität. Das wurde in dieser Saison zu selten eingesetzt. Es liegt an uns, das jetzt sichtbar zu machen und die dringend benötigten Ergebnisse zu erzielen.“ Von Rechenspielen hält er aber nichts, „weil es gerade in der letzten Saisonphase oft zu sehr unerwarteten Ergebnissen kommt.“

    Für das erwartete Ergebnis gegen Frankfurt braucht der VfL vor allem mehr Stabilität und Kompaktheit in der Abwehr. Wolfsburg bestritt im Oktober sein letztes Pflichtspiel ohne Gegentor. Zuletzt brach die Mannschaft in Leverkusen (3:6) trotz einer Zwei-Tore-Führung ein.

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    Hecking wies Gerüchte zurück, dass in der Mannschaft teilweise chaotische Zustände herrsche. „Es ist nicht einfach, wenn man viele unterschiedliche Nationalitäten und Charaktere hat, die auf unterschiedliche Weise mit Niederlagen umgehen. Aber es sitzen hier nicht 24 stinkende Fußballer, die sich nicht verstehen“, sagte der 61-Jährige: „Und bei mir wird es nie Chaos geben.“ (sid/ch)

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