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Hoenes über das Gefängnis: „Wenn du aufwachst und ein Mörder vor deinem Bett sitzt …“

    Hoenes über das Gefängnis: „Wenn du aufwachst und ein Mörder vor deinem Bett sitzt …“

    Uli Höhnes im November 2025 – sein Gefängnis liegt längst hinter ihm. Foto: imago/Kirchner-Media

    Hoenes über das Gefängnis: „Wenn du aufwachst und ein Mörder vor deinem Bett sitzt …“

    Die Haftzeit von Uli Höhnes ist seit zehn Jahren vorbei. Jetzt erzählt er uns, was am Tag seiner Entlassung passiert ist und was er seitdem mitgenommen hat.

    Zehn Jahre nach seiner Haftentlassung bezeichnet Uli Hoenes seine Haftzeit wegen Steuerhinterziehung als einen „wichtigen Teil“ seines Lebens. „Ich konnte in dieser Zeit, die vor allem für meine Familie sehr schwierig war, viel aus meinem Leben mitnehmen und habe dann vieles anders gesehen“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern im Bild-Interview: „Bescheidenheit. Soziale Verantwortung. Das war mir immer wichtig, wurde aber verstärkt.“

    Für ihn sei es „fast unvorstellbar, dass das schon so lange her ist“, sagte der 74-Jährige mit Blick auf seine Entlassung aus dem Gefängnis am 29. Februar 2016: „Ich werde die letzte Nacht im Gefängnis nicht vergessen. Alle Journalisten dachten, ich würde am 29. Februar gegen Mittag das Gefängnistor verlassen. Niemand hatte damit gerechnet, dass die Gefängnisleitung mich kurz nach Mitternacht freilassen würde. Meine Frau und mein Sohn haben mich mitgenommen.“

    Als wir zu Hause in Tegernsee ankamen, warteten viele Freunde auf uns, „sogar eine Blaskapelle spielte vier, fünf Lieder. Dann haben wir bis fünf Uhr morgens Schaffkopf gespielt. Unvergesslich.“

    Hoeneß: Und dann erzählt Ihnen ein Mörder seine Lebensgeschichte

    Heute pflegt er keinen Kontakt mehr zu den anderen Gefangenen. „Wenn man morgens aufwacht und der Mörder vor dem Bett sitzt und einem die Geschichte seines Lebens erzählt, weiß man nicht, ob man das wirklich erleben möchte“, sagte Hoenes.

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    In dieser Zeit erhielt er etwa 5.500 Briefe, die ihn ebenfalls zum Weinen brachten. Der langjährige Erfolgstrainer des FC Bayern bewahrt diese Briefe immer noch auf. „Ich bewahre sie in einer großen Kiste auf und schaue ab und zu nach.“ (dpa/th)

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