Viel Glück im Sport, Pech in der Liebe oder umgekehrt? Dieser Spruch kostete Lucas Midler nur ein müdes Lächeln. Kein Wunder, ist der Österreicher doch derzeit der beste Doppelspieler auf beiden Seiten. Zusammen mit seinem portugiesischen Teamkollegen Francisco Cabral wurde er beim Saisonauftakt in Brisbane mit dem Titel gekrönt. Im Finale besiegten die beiden Julian Cash/Lloyd Glasspool, die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste im Doppel. Dies war sein vierter Sieg mit Cabral und der elfte insgesamt auf der ATP Tour.
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„Es war ein Traumstart. Wir kamen hierher, um Spiele zu üben, da wir uns über einen Monat lang nicht gesehen hatten. Dass wir so schnell einen Rhythmus gefunden haben, ist natürlich großartig und fast schon ein Bonus. Und es ist ein gutes Zeichen, die besten Spieler der Welt schlagen zu können“, erklärte Midler, der sich im Dezember hauptsächlich mit Sebastian Offner im Trasic vorbereitete.
Obwohl die beiden erst seit April letzten Jahres zusammen spielen (sie lernten sich über eine WhatsApp-Gruppe kennen), ist schon lange klar, dass die beiden zusammenpassen. „Wir haben eine tolle Energie. Er gibt mir viel Energie, schlägt sehr gut auf, er hat ein aggressives Spiel und ich habe einen konsistenteren Spielstil. Es funktioniert gut zusammen, ich muss nur mehr Selbstvertrauen haben. Im Doppel ist es schwieriger, etwas zu erzwingen, weil es beim Champion-Tiebreak schnell in beide Richtungen gehen kann“, sagt die aktuelle Nummer 23 der Welt.
„Wir wollen es zum Masters in Turin schaffen“
Die erklärten Ziele des Duos sind klar definiert: „Wir sind endlich bei allen Tausend Turnieren im Hauptfeld und wollen bei den Grand Slams natürlich besser abschneiden als letztes Jahr. Und wir wollen es zum Masters in Turin schaffen.“ Betreut werden sie auf der Tour von Cabrals Trainer Luis Faria, der auch zum ÖTV-Davis-Cup-Spieler passt. „Das bedeutet, dass wir die Zeit des Turniers besser nutzen und detaillierter daran arbeiten können, unsere Schwächen zu beheben“, sagt Midler, der diese Woche in Oakland eine Verlängerung der Serie anstrebt.
Schließlich komme jeden Tag ein kontroverses Thema zur Sprache, „denn die Portugiesen gehen gerne später zum Essen aus, während ich gerne im Zimmer bleibe. Daran müssen wir unbedingt arbeiten.“
Kennengelernt haben sie sich während der Corona-Phase über die sozialen Medien
Und privat? Midler, mittlerweile begeisterter Golfer, ist seit 2020 glücklich verheiratet und seit Mitte Dezember mit Volkje (29) verlobt – der im Marketing arbeitet und ursprünglich aus den Niederlanden stammt. „Ich habe jetzt meinen Teil mit dem Heiratsantrag erledigt, jetzt ist sie an der Reihe, die Hochzeit zu planen“, schmunzelt die Niederösterreicherin und verrät, wie sie sich kennengelernt haben: „Es war 2020 während der Corona-Phase auf einer Dating-Plattform. Wir sind ein gutes Beispiel dafür, wie es funktionieren kann.“
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