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Iran-Krieg: Iran-Experte vornehm: „Beide Seiten schießen, bis ihnen die Munition ausgeht.“

    Iran-Krieg: Iran-Experte vornehm: „Beide Seiten schießen, bis ihnen die Munition ausgeht.“

    Im Interview mit Martin Thur in ZiB 2 erklärt Iran-Experte Walter Posch, warum eine Beendigung des Konflikts so schwierig ist: Die US-Seite sei zögerlich, weil sie sich „alle Optionen offenhalten“ wolle und sich nicht klar für eine Strategie entscheide. Gleichzeitig könnten im Hintergrund weiterhin Kontakte mit dem Iran bestehen. Israel hingegen verfolgt weiterhin das Ziel, den Iran militärisch weiter zu schwächen, insbesondere sein Raketenarsenal und mögliche nukleare Ambitionen dauerhaft zu vernichten.

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    Wenn es um das Atomprogramm geht, zeichnet Posh ein paradoxes Bild: Die Grundstrukturen seien noch vorhanden, aber über den tatsächlichen Stand bestehe große Unsicherheit. „Die Aussagen der USA und Irans sind doppelt widersprüchlich: Zuerst sagten die USA im Juni, sie hätten alles zerstört. Die Iraner sagten, es sei nichts zerstört.

    „Governance funktioniert wie eine Matrix, die Lücken schnell schließt“

    Der Iran ist militärisch geschwächt, aber handlungsunfähig. Konventionelle Streitkräfte wie Luftwaffe und Marine wurden weitgehend zerstört, asymmetrische Fähigkeiten blieben jedoch bestehen. Insbesondere die kleinen, mit Raketen bewaffneten Schnellboote der Revolutionsgarden bleiben einsatzbereit und sichern den Einfluss Irans in der Straße von Hormus – ein zentraler geopolitischer Hebel. Gleichzeitig funktioniert das Regime trotz gezielter Angriffe auf Führungspersönlichkeiten weiter: „Das Regime agiert wie eine Matrix, die die Lücke schnell schließt“, erklärt Posch. Schnell entstanden neue, oft unbekannte Künstler.

    Posh hält ein schnelles Ende des Krieges für unwahrscheinlich. Obwohl die iranische Regierung angesichts der weitreichenden Verwüstungen und des wachsenden Bevölkerungsdrucks unter Handlungsdruck steht, bleiben konkrete Friedensaussichten unklar. Sicherheitsgarantien und Nichtangriffspakte sind erste Überlegungen, befinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium. Insgesamt beschreibt Posh die Situation düster: „Beide Seiten schießen, bis ihnen die Munition ausgeht“, während klare strategische Ziele kaum noch erkennbar seien. Daher möchte er die Dauer des Konflikts nicht vorhersagen.

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