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„Jede Maßnahme bestanden!“ Rummenigge droht Stadträten mit Gericht

    „Jede Maßnahme bestanden!“ Rummenigge droht Stadträten mit Gericht

    Karl-Heinz Rummenigge fordert Maßnahmen gegen die steigenden Kosten für Fußballberater. Foto: IMAGO / Ulrich Wagner

    „Jede Maßnahme bestanden!“ Rummenigge droht Stadträten mit Gericht

    Auch Münchens langjähriger Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hält rechtliche Schritte in der Debatte um explodierende Beraterkosten für sinnvoll.

    „Zuerst muss man versuchen, es zu guten Konditionen zu machen. Wenn das nicht klappt, muss man über die europäische Justiz gehen. Bislang waren Politiker bei solchen Regelungen eher zurückhaltend, weil sie den freien Wettbewerb bevorzugen. Aber in Brüssel muss man auch zugeben, dass die Ausgaben im Fußball längst alle Grenzen überschreiten“, sagte Rummenigge in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung AS.

    Rummenigge kritisiert Fußballberater

    Der Weltverband FIFA muss Reformen im Transfersystem weiter vorantreiben. „Die Idee, dass ein fester Anteil von fünf Prozent des Jahresgehalts des Spielers an den Berater geht, ist sehr gut. Das wäre ein guter Ausgangspunkt, weil wir derzeit bei etwa zehn Prozent liegen“, sagte Rummenigge. „Es braucht eine Gesamtlösung, denn neben der Gehaltsexplosion sind diese Beraterprovisionen das größte Problem im Fußball. Leider haben vor allem die deutschen Gerichte bisher die Provisionsobergrenze gestrichen.“

    Rummenigge schlug zunächst einen Runden Tisch vor. „Wir sitzen alle im selben Boot. Deshalb denke ich, dass wir alle gemeinsam an einem Tisch sitzen müssen: die Berater selbst, aber auch die Verbände, die Ligen und die Vereine“, sagte der langjährige Vorstand des FC Bayern.

    Beratungsprovisionen explodieren: Milliarden im Umlauf

    „Wir haben völlig die Orientierung verloren. Im vergangenen Sommer wurden 1,347 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 1,17 Milliarden Euro) als Provisionen an Berater gezahlt. Vor fünf Jahren waren es 500 Millionen – und das war viel“, erklärte er weiter.


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    „Wenn der FC Bayern einen Spieler aus Freiburg kauft, Freiburg dann einen aus Mainz verpflichtet und Mainz einen anderen verpflichtet, dann bleibt das Geld im Fußballkreislauf. Was die Berater aber nicht tun, ist ein großer Nachteil für unseren Sport. Beim FC Bayern werden wir dieses Thema in Zukunft konsequenter angehen“, kündigte Rummenigge an.

    Auch sein Kollege im Bayern-Aufsichtsrat, Uli Hoeneß, hatte zuletzt von einem härteren Vorgehen des deutschen Rekordmeisters gesprochen. „Wir werden es nicht länger dulden, dass Berater allein darüber entscheiden, wie die Dinge laufen. Ihr Beitrag steht immer mehr in keinem Verhältnis zu den Gebühren, die verlangt werden und oft auch bezahlt werden“, sagte er.

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    Rummenigge sieht die Bayern in der Lage, mit gutem Beispiel voranzugehen. „Erstens ist der FC Bayern München keine Adresse, die Berater einfach meiden können. Wenn wir nicht mehr mit einem Berater zusammenarbeiten wollen, hat das Konsequenzen“, erklärte er. (dpa/dj)

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