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Kammerkrise: Harald Maher ist Geschichte, doch alle Fragen bleiben unbeantwortet

    Kammerkrise: Harald Maher ist Geschichte, doch alle Fragen bleiben unbeantwortet

    „Zwickt’s mi, I think I tram“ ist der Titel des Hits und Refrains von Austropop Wolfgang Ambrosius. Die Ereignisse der letzten zwei Wochen ähneln dem Fall um die Handelskammer und ihren zurückgetretenen Präsidenten. Harold Maher Lassen Sie uns einen Rückblick geben. Dass die schwarze Arbeitnehmerorganisation ÖAAB die Reform der WKO vorantreibt, beschäftigte wohl nur wenige für das Jahr 2025. Doch seltsame Zeiten bringen manchmal auch ungewohnte Zusammenhänge mit sich.

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    Zur Erinnerung: der einflussreiche Landeshauptmann von Niederösterreich Johanna Michal Leitner Es gelangte 2011 in die Zitate-Schatzkammer der Republik, als sie – damalige Innenministerin und ÖAAB-Chefin – mit dem Schlachtruf „Gib mir Millionen, gib mir Geld, gib mir Maria!“ schrie. Er forderte von den Reichen mehr Geld für ein ohnehin knappes Budget. mit seinem oberösterreichischen Pendant Thomas StelzeEr war der erste VP-Spitzenpolitiker, der Maharer offen zum Rücktritt aufforderte.

    Mehers Abgang ist noch keine Lösung

    Dem Ansehen der Kanzlerpartei bei Unternehmern hätte es vielleicht mehr geholfen, wenn das Prinzip einer stabilen und nachhaltigen Haushaltspolitik in den vergangenen Jahren nicht auf dem Altar einer türkis-grünen Koalition geopfert worden wäre. Doch da in Österreich zuverlässig alles grau in grau ist, bekam auch der schwarze Wirtschaftsflügel das, was er glaubte, zustehen. Es kommt der Kanzlerin und dem ÖVP-Chef entgegen Christian StokerNachdem er im Meher-Fall die Rolle des stillen Buddha gespielt hatte, hat er nun die Handelskammer angewiesen, Reformen durchzuführen. Es muss geklärt werden, was genau unter Selbstverwaltung zu verstehen ist. Aber vielleicht war dies nur eine verspätete Vergeltung für Mahers Vorliebe, der Regierung ständig Reformversagen vorzuwerfen. Sozusagen ein kleiner Abschied mit Ü.

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    Das ist in Ordnung Andreas Babler Denken Sie heutzutage? Der marode Zustand der Sozialdemokratie ist seit Jahren ein Dauerthema – und plötzlich ist in aller Munde, ob die ÖVP jetzt zusammenbricht. In der unübersichtlichen Innenpolitik Österreichs herrscht weiterhin ein Höchstmaß an Unberechenbarkeit. Seit 2015 sind neun Kanzler für den Ballhausplatz zuständig – Werner Feimann, Christian Kern, Sebastian Kurz, Alexander Schellenberg, Brigitte BierleinDann wieder Kurz, dann wieder Schellenberg Carl Nehammer Und schließlich Stoker – und da ist der ehemalige Finanzminister Hartwig Logger zählt nicht. Im Vergleich zu uns sind die Italiener absolute Amateure.

    Wie dem auch sei: Der Maharer ist Geschichte und dennoch bleiben alle Fragen unbeantwortet. Warum auch inhaltlich, wenn es auch individuell geht? Es beginnt mit dem Kopf an der Spitze. Zillertaler Tourismus- und Seilbahnunternehmer Martha Schulz Als ehemaliger Abgeordneter ließ er sich überreden, die Leitung des Handelskammer- und Wirtschaftsverbandes zu übernehmen, allerdings nur für einige Wochen oder Monate. Es bleibt abzuwarten, wer die beiden miteinander verflochtenen Interessendurchsetzungsorgane dauerhaft leiten wird. Natürliche Kandidaten sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

    Kommen die Staaten mit den notwendigen Kammerreformen voran?

    Für die Kammer ist das Anforderungsprofil klar: Gefragt und gebraucht wird ein erfahrener Unternehmertyp, der – um auf den ursprünglichen Gedanken zurückzukommen – das Präsidium auf wirklich ehrenamtlicher Basis wahrnimmt und so in der Lage ist, den Vertrauensverlust unter seinen Pflichtmitgliedern schnellstmöglich wiedergutzumachen. Notwendig ist auch eine gute, zumindest verlässliche Verbindung zur Landeskammer, schließlich muss diese die Umstrukturierung mitmachen. Dass die Niederösterreicher bisher als einzige die Aussetzung teils steiler Erhöhungen der Zulagen für Topmanager angekündigt haben, macht deutlich: Das Verantwortungsbewusstsein selbst lässt sich verbessern.

    Der öffentliche Fokus auf die IHK lenkt den Blick darauf, dass der Wirtschaftsverband aus Sicht der Kanzlerpartei eine weitaus größere Baustelle darstellt. Die Wirtschaftskompetenz liegt in Trümmern, der Ort steckt in der Krise und immer mehr Unternehmer fordern etwas anderes als das, was die ÖVP umsetzt – und umsetzen kann. Es ist diese gemischte Situation, die in der Partei die Alarmglocken schrillen lassen und ein Fragezeichen hinter die gemeinsame Personalunion an der Spitze von Kammer und Bundesregierung setzen sollte.

    Eine Schicksalsfrage für die Volkspartei

    Einer selbsternannten Wirtschaftspartei fehlen solche Konzepte wie Gesichter, die die Wirtschaftskraft nach außen verkörpern und sie nach innen politisch für sich beanspruchen können. Solche Qualitäten sucht man im ÖVP-Klub meist vergeblich. Wirtschaftsminister Wolfgang Hetmansdorfer Ob er ein offensichtlicher Kandidat sein will, ist eine andere Frage. Eines der schwarzen Regierungsmitglieder wird der Finanzminister sein Barbara Ebinger-Mitte Eine weitere Option. Bodenständigkeit und Fleiß zeichnen den Steirer aus.

    Wer auch immer es ist, es gibt einige Hinweise darauf, dass die kommenden Entscheidungen über die Zukunft der ÖVP entscheiden werden. Nur Idealisten glauben, dass die Rückkehr eines ansonsten alten Freundes die Dinge in Ordnung bringen wird.

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