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Königsberger-Ludwig: „großes Vertrauen“ für Einigung auf österreichweite Allgemeinmedizinische Vereinbarung

    Königsberger-Ludwig: „großes Vertrauen“ für Einigung auf österreichweite Allgemeinmedizinische Vereinbarung

    Mit dem Beschluss zur Fusion der Krankenkassen im Jahr 2018 wurde ein einheitliches Leistungsverzeichnis für ganz Österreich angekündigt. Allerdings dauern die Verhandlungen zwischen der Ärzteschaft und der damals neu geschaffenen ÖGK-Krankenkasse bis heute an. Die für Gesundheit zuständige Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) deutete in der ORF-Pressestunde am Sonntag an, dass nach acht Jahren eine große Reformlücke geschlossen werde.

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    Königsberger-Ludwig bestätigte, dass die Verhandlungsparteien nach längeren Pausen wieder gemeinsam am Tisch saßen. „Ich weiß, dass es gerade wieder intensive Diskussionen gibt. Und ich bin zuversichtlich, dass diese Diskussionen zu einem Ende kommen werden“, sagte der Staatssekretär. Zurückhaltend blieb sie allerdings bei der Frage, ob die Landesärztekammer, die bislang Verträge verhandelt und erschwert, entmachtet werden soll, wie der Rechnungshof gefordert hat. Es stehe für Konsens, sagt Königsberger-Ludwig.

    Die Hotline 1450 soll österreichweit ausgebaut werden

    Bei der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung wird eine einheitliche Gesamtvereinbarung inklusive neuer Honorar- und Leistungsregelungen im niedergelassenen Praxisbereich eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es, diese Versorgung zu priorisieren, allerdings sind die Wartezeiten für Kassenärzte in manchen Regionen und Fachdisziplinen bereits zu lang – und zu lang, wie auch Königsberger-Ludwig betonte.

    Durch den Ausbau der Hotline 1450 soll eine vorgelagerte, niederschwellige Anlaufstelle geschaffen und die Arztpraxen entlastet werden. In diesem Jahr soll in ganz Österreich das Jahr 1450 wiederhergestellt werden. Die Hotline ist derzeit Landessache. Der SPÖ-Politiker kündigte an, dass auch Arzttermine über diese Telefonnummer vereinbart werden sollen. Dies ist derzeit nur in Wien und nur für Ambulanzen möglich.

    Die Frage der Finanzierung bleibt offen

    Eine klare Antwort, wie der Ausbau des niedergelassenen Praxissektors finanziert werden soll, konnte Königsberger-Ludwig nicht geben. Denn sie war klar gegen höhere Selbstbehalte für die Versicherten, aber auch gegen höhere Beiträge für die ÖGK, da dadurch die Lohnmehrkosten steigen würden. „An Geld mangelt es im System nicht. Wir müssen die Ressourcen richtig nutzen.“ Allerdings verpflichtet die Regelung alternative Ärzte künftig dazu, „einen bestimmten Teil ihrer Arbeitszeit“ für die Behandlung von Kassenpatienten einzusetzen – „selbstverständlich gegen Vergütung“.

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    Ihre Abteilung führt derzeit eine detaillierte Analyse des Leistungs- und Versorgungsbedarfs durch. „Es ist wichtig zu wissen, welche Leistungen man erbringen möchte. Dann kann man schauen, wie man es finanzieren kann.“ Das Ziel der „gestuften Versorgung“ ist seit vielen Jahren als Anker in der Gesundheitsinfrastrukturplanung verankert. „Jetzt bietet sich die Chance, diese Schlagworte mit Inhalten zu füllen“, sagte Königsberger-Ludwig. Sie stellte aber auch klar: „Man kann nicht überall alles anbieten.“

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