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Krawalle beim Wiener Derby: Prozess gegen 22 Angeklagte nach Derby-Skandal beginnt

    Krawalle beim Wiener Derby: Prozess gegen 22 Angeklagte nach Derby-Skandal beginnt

    Am Montag hat am Wiener Landesgericht der Hauptprozess mit 22 Angeklagten rund um die gewalttätigen Ausschreitungen beim 343. Wiener Fußballderby zwischen Rapid und Österreich am 22. September 2024 begonnen. Damals kam es im Allianz-Stadion zu unglaublichen Szenen, als während und vor allem nach Spielen gewalttätige Zuschauer das Spielfeld stürmten. Aufrührerische Fans beider Lager zerschmetterten Böller und griffen sich gegenseitig und Polizisten an.

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    Viele Menschen wurden verletzt. Eine Polizistin erlitt Verbrennungen, ein männlicher Kollege erlitt vorübergehenden Hörverlust und Tinnitus im linken Ohr. Ein Mann landete mit einem Bruch des linken Kieferhöhlenbodens, einem Bruch der linken Augenhöhle, einem Bruch des linken Wangenknochens und einem Bruch des Nasenbeins im Krankenhaus.

    Das Alter des Angeklagten lag zum Tatzeitpunkt zwischen 18 und 60 Jahren

    Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten schwere konfessionelle Gewalt (§ 274 StGB) vor. Sie waren zur Tatzeit zwischen 18 und 60 Jahre alt. Angeblich sind die meisten von ihnen glühende Anhänger Österreichs. Lediglich drei Tatverdächtige konnten am Ende der Ermittlungen keinem Verein zugeordnet werden.

    Die Hauptverhandlung mit zunächst elf Terminen ist bis zum 21. April angesetzt. Die meisten Männer sind bisher unschuldig. Einer von ihnen hat jedoch bereits neun entsprechende strafrechtliche Verurteilungen in seiner Akte. Hat zwei frühere Verurteilungen wegen Körperverletzung. Ein weiterer Mann wurde bereits in einem separaten Fall zu neun Monaten Haft verurteilt, weil er in völlig betrunkenem Zustand auf einem Platz randaliert und schwere Körperverletzung verursacht hatte. Bei einer erneuten Verurteilung muss dieses Strafmaß berücksichtigt werden.

    Die meisten Angeklagten waren medienscheu, als sie langsam den Gerichtssaal verließen. Sie hielten sich Aktenordner und Ordner vors Gesicht, um bei ihrer Arbeit nicht von Fotografen und Kamerateams erkannt zu werden. Auch FFP-2-Masken kamen zum Einsatz – möglicherweise im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. Ein Angeklagter kam 32 Minuten zu spät, wofür er sich entschuldigte.

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    Kundgebung wegen Körperverletzung

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die Angeklagten gezielt im Allianz-Stadion versammelten, um mit vereinter Kraft Körperverletzungen anzurichten. Nach Angaben der Anklage wurden in der zweiten Spielhälfte Leuchtraketen und Leuchtraketen aus der österreichischen Fanzone auf oder über die Polizisten geworfen, die eine Absperrung bildeten. Nachdem gegnerische Rapid-Fans aufgefordert wurden, sich zu wehren, stürmten vermummte Austria-Fans das Spielfeld im Eingangsbereich von Sektor 7, woraufhin gewalttätige Rapid-Anhänger über das Spielfeld auf sie zuliefen.

    Der darauffolgende Handgemenge hatte es in sich: Mehrere schnelle Spieler schlugen einen bereits am Boden liegenden Österreicher mit einer Eckfahnenstange, ein Österreicher sprang dem grün-weißen Spieler laut Protokoll „im Kung-Fu-Stil“ in die Brust. Der Polizei, darunter auch Vega-Beamte, gelang es schließlich, das Tor des Gästesektors 7 mithilfe einer Sperrkette zu schließen.

    Tassen voller Urin vor der Polizei

    Es gab keine Ruhe und Frieden. Auch an den Tribünen und Treppen im Sektor 8 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Polizisten seien mit Trinkbechern, teilweise mit Urin gefüllt, geschlagen worden, hieß es in der Klage, und mit Mülleimern, Stangen, Rohren und anderen Gegenständen attackiert worden.

    Aufgrund dieser desaströsen Szenen verhängte die Bundesliga gegen beide Vereine jeweils eine Geldstrafe von 150.000 Euro. Die Vereine selbst einigten sich darauf, die folgenden vier Derbys ohne Fans auszutragen.

    Diese Maßnahmen haben einige Männer in Fußballstadien nicht zur Vernunft gebracht. Am 15. Februar 2026 kam es beim 2:0-Heimsieg der Österreicher gegen Rapid erneut zu Unruhen. Das Spiel musste aufgrund von Feuerwerkskörperwürfen aus dem Schnellschachbereich unterbrochen werden. Die Grün-Weißen erhielten eine Geldstrafe von 100.000 Euro und ein Stadionverbot für drei Erstliga-Heimspiele gegen Österreich, Red Bull Salzburg, Sturm Graz und den LASK. Österreich wurde wegen unerlaubter Verwendung von Feuerwerkskörpern mit einer Geldstrafe von 48.400 Euro belegt.

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