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Kreutners „Pilnacek-Kommission“ rückt im U-Ausschuss in den Fokus

    Kreutners „Pilnacek-Kommission“ rückt im U-Ausschuss in den Fokus

    Für Martin Kreitner folgt auf die „Pilnesak-Kommission“ das „Pilnesak-U-Komitee“. Am Donnerstagvormittag war ein Antikorruptionsexperte zur Auskunftserteilung geladen, am Nachmittag folgte ein ehemaliger Mitarbeiter des ehemaligen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP).

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    Eine Sobotka-Mitarbeiterin sagt, sie kenne Pilnacek „über ein Jahrzehnt lang sehr gut, ich könnte sagen, wir waren persönliche Freunde.“ „Ich habe einen guten Freund verloren, sein Tod verfolgt mich immer noch.“ Sie ist entsetzt darüber, dass Pilneceks Tod zu Versuchen einer „Politikänderung“ führt.

    Der Angeklagte sah Pilnasek zum letzten Mal am Abend vor seinem Tod. Sie erinnerte sich, dass er „sehr betrunken wirkte“. Sie redeten nur über private Angelegenheiten. Sobotka traf sich auch ein zweites Mal mit Pilnasek; Zu diesem Zeitpunkt saß sie am Nebentisch. Der Interviewer sagt: „Ich glaube, dass Christian Wolfgang als Freund gesehen hat. Er hat erwartet, dass er ihn während seiner Suspendierung „ermutigt“.

    Über Pilnaceks Datenträger gebe es keine „Spekulationen“.

    Krutner, der in den Jahren 2023 und 2024 die von der damaligen Justizministerin Alma Zadic eingesetzte Untersuchungskommission zu Missständen in der Verwaltungstätigkeit leitete, sagte am Morgen aus. Ausgangspunkt war eine geheime Audioaufnahme, in der Pilnecek kurz vor seinem Tod Interventionsversuche der ÖVP beklagte. Die Kommission stellte ein „zweistufiges Justizsystem“ fest, das sich in der Rechenschaftspflicht bei der Berichterstattung über Fälle manifestierte, an denen Personen von öffentlichem Interesse beteiligt waren.

    Pilnacek war nicht nur als Abteilungsleiter sowohl für das Strafrecht als auch für einzelne Straffälle zuständig, sondern wurde später Generalsekretär und fungierte als inoffizieller Pressesprecher des im U-Ausschuss geführten Kreitner-Justizministeriums. „Durch diese Ämterzusammenlegung entfiel die interne Gewaltenteilung innerhalb des Justizministeriums“, beklagt Kreitner. Zwischen Pilnacek und bestimmten Menschen mangelte es an Distanz und es wurde nicht darauf geachtet, offensichtliche Vorurteile zu vermeiden.

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    SPÖ-Abgeordneter Muna Duzdar möchte wissen, ob sich daraus ein Motiv ergibt, „Pilneceks Datenträger nach seinem Tod von der Staatsanwaltschaft fernzuhalten“. „Man kann es sich rein logisch vorstellen. Auf solche Spekulationen möchte ich mich aber nicht einlassen“, sagte Kreutner. Seine Kommission wertete auch Pilneceks Laptop aus. Es war zwar kein „One Smoking Gun“ zu finden, aber der Gesamteindruck war von mangelnder Distanz zur Politik geprägt.

    Opfer des „Pilnesack-Systems“.

    Kreutner stellte fest, dass der Abteilungsleiter auch ein „Opfer“ des sogenannten „Pilnesack-Systems“ sei. Die FPÖ-Fraktion forderte Aufklärung. „Wenn ein Entscheidungsträger mit zu vielen Kompetenzen zu einem einzelnen Thema belastet wird und dadurch Konfliktsituationen entstehen, stellt das den Einzelnen vor Dilemmata, die schwer zu lösen sind.“ Dies sind die „Grundlagen der Korruptionsbekämpfung“.

    Auch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) war Thema. Pilnacek und die WKStA waren zuletzt wegen der Verteidigung der Verfassung und der Hausdurchsuchung im Bundesamt zur Terrorismusbekämpfung im Streit, auch Pläne zu ihrer Zerschlagung kursierten. Die Kommission konnte jedoch nicht nachvollziehen, von wem dies stammte. Kreitner wollte sich nicht auf Spekulationen über ein mögliches Motiv einlassen. Michael Schilchaeger (FPÖ) fragte, ob die WKStA politisch von der Wiener Staatsanwaltschaft (OStA) beeinflusst werde. Kreutner sagt ja, aber es geschah nicht nur seitens der OStA Wien.

    Die Abgeordneten interessierten sich auch dafür, was mit den Dokumenten passierte, mit denen die Untersuchungskommission arbeitete. Mitschriften von Gesprächen mit Informanten wurden vernichtet und die Akten an das Justizministerium zurückgegeben. Eine Liste aller Informationsanbieter ist möglicherweise nicht mehr verfügbar. Schließlich sei die Kommission zur Wahrung der Geheimhaltungsverpflichtungen verpflichtet, betonte Krutner. Darüber hinaus wurde nur mit forensischen Kopien des Laptops von Christian Pilnecek gearbeitet; Das physische Gerät wird stets sicher in der forensischen Abteilung des Justizministeriums aufbewahrt. Was mit dem Arbeitslaptop der Kommission passiert ist, bleibt unklar. Die Daten darauf seien bestmöglich verschrottet und anschließend der Kriminalistik übergeben worden, sagte Kreutner. Laut einer Mitteilung des Justizministeriums seien die Laptops noch nicht „kriminaltechnisch sichergestellt“ worden, was für Kreutner eine Neuigkeit sei.

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    Die ÖVP kritisiert die Untersuchungskommission

    Vor allem Grüne und Neos hatten bereits hohe Erwartungen an Kreutners Untersuchung geäußert, Grünen-Fraktionschefin Nina Tomaselli sprach von einem „Highlight“.

    ÖVP-Fraktionschef Andreas Henger kritisiert derweil die Arbeitsweise der Kommission und verweist in der Sendung auf die Kritik von Justizexperten. „Die Vorwürfe gegen die Arbeit der Kommission reichen von mangelnder Transparenz über die Nichtbeachtung grundlegender Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens bis hin zu möglichen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit. Diese können und dürfen nicht unbeantwortet bleiben“, wurde er zitiert. Der U-Ausschuss sei der richtige Ort, um diese Fragen „brutal aufzuklären“.

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