Es ist nicht so, dass Philip Rivers einen Rentenrückschlag erlitten hätte. Mit zehn Kindern und nun auch einem Enkelkind sollte es einem mit der Familie allein nicht langweilig werden. Als Trainer eines High-School-Teams in Alabama konnte er seiner Liebe zum American-Football-Sport treu bleiben, sein Wissen als Quarterback weitergeben und sicherlich den einen oder anderen Witz aus seiner NFL-Karriere teilen, was in seiner Aufnahme in die Hall of Fame gipfeln könnte. Wer es schafft, sich ein begehrtes Ticket für die Hall of Fame zu sichern, erhält einen Golden Jacker, der bestätigt, dass er zu den Besten der Besten gehört.
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Und dann klingelte am Montag das Handy. Manchmal bietet das Leben Gelegenheiten, die zu verlockend sind, um sie abzulehnen. Fünf Jahre nach Beginn seiner Karriere ist Rivers wieder Teil eines NFL-Teams und zeigt vor unzähligen TV-Mikrofonen, dass er immer noch einen guten Ruf hat und an diesem Wochenende beweisen kann, dass der 44-Jährige auch ohne Wettkampfpraxis den Ball gekonnt zuspielen kann.
Und dafür sorgt der ranghöchste Fußballspieler Österreichs. Am letzten Spieltag musste Bernhard Reimann mit ansehen, wie sich Quarterback Daniel Jones, der stärkste Spielmacher der Indianapolis Colts in dieser Saison, einen Achillessehnenriss zuzog. Nach einem so vielversprechenden Saisonstart ist nun sogar der Einzug in die Playoffs ernsthaft gefährdet. Ersatz-Quarterback Anthony Richardson fällt seit Monaten verletzt aus, Nummer drei Riley Leonard ist erstens unerfahren und zweitens mit einer Knieverletzung fraglich. Je verzweifelter die Zeiten, desto unorthodoxer können die Schritte sein. Also Opa, bitte komm!
Rivers beendete nicht nur seine Karriere als Offensivchef der Colts, sondern arbeitete auch jahrelang mit Shane Steichen, dem heutigen Cheftrainer der Colts, bei den San Diego Chargers zusammen. Als sein Anruf kam, nahm Rivers natürlich ab. „Wenn sich eine Tür öffnet, kann man entweder hindurchgehen und sehen, ob man sie noch hat, oder man kann weglaufen.“ Für Rivers ist Anstrengung wichtiger als Lernen.
Es dauerte nicht lange, bis der Fragesteller nach seiner ersten Trainingseinheit herausfand, wie schwer er wirklich war – eine unangenehme Art zu wissen, dass die andere Person nicht vollständig trainiert schien. „Es ist definitiv nicht das gleiche Gewicht, mit dem ich meine Karriere beendet habe“, sagte Rivers lachend: „Aber: Ich habe noch nie jemanden gewogen.“
Er war besonders gut im Werfen. Er hat in seiner Karriere 421 Touchdown-Pässe. In der NFL-Geschichte haben nur Tom Brady, Drew Brees, Peyton Manning, Aaron Rodgers und Brett Favre mehr geschafft. Sie alle sind fester Bestandteil der Hall of Fame. Im Jahr 2026 wird Rivers nach einer obligatorischen Sperrfrist nach dem Ende seiner Karriere erstmals spielberechtigt sein. Wenn Rivers es zurück ins offizielle Colts-Team schafft, beginnt die fünfjährige Wartezeit von neuem. Aber der Nervenkitzel eines unerwarteten Comebacks könnte sich lohnen.
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