Olympiahelden sind nach Hause zurückgekehrt. Rund 1.500 Besucher feuerten in Innsbruck die österreichischen Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina an. Die meisten Athleten holten Medaillen – lediglich Ski-Ass Cornelia Hüter und Kombinierer Stefan Rettenager fehlten krankheitsbedingt. Sportminister Andreas Babler (SPÖ) präsentierte noch einmal deutlich eine mögliche Bewerbung für die Winterspiele 2046.
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Der Vorplatz des Landestheaters in der Tiroler Landeshauptstadt war gut gefüllt, bereit für die „Lotto-Medaillenfeier“ des Olympiateams Österreich und des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC). Schließlich gab es viel zu feiern: nämlich genau 18 Medaillen, die Österreichs Wintersportler bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Spielen gewannen. Zu Beginn der Veranstaltung – moderiert von den ORF-Moderatoren Lukas Schweighofer und Karina Toth – heizte der aktuelle, lokale Shootingstar der Musikwelt den Sportfans ein: der 19-jährige Cosmo, der sich am vergangenen Freitagabend gegen elf Konkurrenten durchsetzte und Österreich im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird. Er performte seine Electro-Dance-Nummer „Tanzschein“.
In den nächsten anderthalb Stunden wurden lokale Sporthelden einer nach dem anderen auf die Bühne eingeladen, um Lieder ihrer Wahl aufzuführen. Und sie wurden mit Sicherheit reich belohnt: Die Medaillengewinner erhielten philharmonische Goldmünzen im Wert von 20.000 Euro für Gold, 17.000 Euro für Silber und 14.000 Euro für Bronze. Und sie alle bekamen „First-Class-TicketFür den Formel-1-Grand-Prix in Spielberg vom 26. bis 28. Juni.
Krichmeyer hat seine Medaille zu Hause vergessen
Natürlich zeigten sich die Olympia-Stars auch nach einer Woche voller Anspannung durchweg gut gelaunt und entspannt. Während des Interviews auf der Bühne tauchten auch viele auf Unterhaltung natürlich. Zum Beispiel die Skistars Vincent Krichmeier und Manuel Feller, die in der Teamkombination Silber gewannen. Kriechmayr hatte sein „Silber“ nicht dabei; Er hatte es vergessen. Leihen Sie es stattdessen Johannes Lamparter Erstens: Ein nordischer Kombinierer hatte mindestens zwei davon. „Er hat mir eins geschenkt. Danke dafür“, sagte der Skifahrer nach lautem Gelächter in Innsbruck.
Beide standen mit ihrem Teamkollegen Fabio Gastrin auf der Bühne, der im Slalom die Silbermedaille gewann. „Ötzi hat für uns die Kohlen aus dem Feuer geholt“, sagte der gebürtige Freudenbrunner Feller und bedankte sich bei den Ötztalern für die ausbaufähige Medaillenausbeute der Herren-Ski-Männer. Für „Stage Boarding“ wählte Gstrein übrigens einen weiteren aktuellen Ötztaler-Hit, genannt „Tirol“ von DJ Ötzi, der besonders hervorgehoben wurde. Feller kündigte außerdem – mit einem Sturm um den Hals – Spielbergs „Couple’s Trip“ mit Krichmeyer an.
Die Freeski-/Big-Air-Bronzemedaillengewinner waren nicht weniger attraktiv Matej SvancerJ war froh, auf der „fetten Bühne“ zu stehen und nun „jetzt blau“ zu sein. Auch von einem berichtete er offenherzig Feiernachtdas mit „Film Tear“ endete.
Carl will in den nächsten „ein bis zwei Monaten“ ein Update zur Zukunft geben.
Auch der Snowboard-Olympiasieger und „Wahl-Osttiroler“ zeigte eine glänzende Leistung. Benjamin CarlDer sich seit seinem Sieg „wie ein Hund an der Leine“ gefühlt hat: „von Ecke zu Ecke gepasst“. Auf die Frage, ob er seine Karriere fortsetzen wolle, sagte der 40-Jährige, es sei „noch ungewiss“. Eine Entscheidung werde man „in den nächsten ein bis zwei Monaten“ bekannt geben. Sein Herz schlägt jedenfalls auch für seinen anderen Lieblingssport, das Radfahren. Dafür möchte er sich „einbringen“.
Vor allem die unmittelbaren Lokalmatadore – nämlich die Skeleton-Olympiasieger – wurden besonders enthusiastisch gefeiert Janine Flocks Von Innsbruck und Halls Spitzenkombinierer Johannes Lamparter Dreimaliger Medaillengewinner. Flock, der seine Karriere fortsetzen wird, freute sich bereits auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr Lillehammer.
Lauter Applaus Fahnenschwingen Das galt auch für die übrigen Olympia-Helden: Ski-Asse Arian Radler Und Katharina HuberDer Snowboarder Alessandro Hammerle, Sabine Payer Und Jacob DusekSkispringer Stephen Embacher Und Jan Horle Neben Rodler Jonas Müller, Thomas Stu, Wolfgang Kindl, Lisa Schulte, Selina Agle Und Lara Kip.
Vor der Siegerehrung trugen sich die Olympiahelden übrigens in das Goldene Buch von Innsbruck ein. Die Stadt, in der zuvor 1964 und 1976 die einzigen Olympischen Winterspiele in Österreich stattfanden.
Babeler strebt Olympia 2046 an, Tirol will dabei sein
Und Vizekanzler und Sportminister Babler kann sich durchaus vorstellen, dass die Spiele ein drittes Mal nach Österreich kommen oder dass sich Menschen dafür bewerben. Die Bundesregierung habe sich darauf geeinigt, sportliche Großveranstaltungen nach Österreich zu holen, erinnerte er sich auf der Bühne. Die Olympischen Winterspiele 2046 werden also „bewertet“. Nach 70 Jahren in Innsbruck 1976 wieder Olympia in Österreich auszurichten – „Es lohnt sich auf jeden Fall, darüber nachzudenken.“
Und Tyrol spielt offenbar mit Da Capo oder App. Landeshauptmann Anton Metall (ÖVP), der neben Babeler stand, erklärte, er sei „begeistert davon überzeugt“, dass solche Spiele „einen Mehrwert für Tirol“ seien: „Ich sehe auf jeden Fall eine Chance.“ Man müsse aber „die Bevölkerung mitnehmen“. Und auch der Innsbrucker Bürgermeister Johannes Enzengruber (JA – jetzt Innsbruck) meinte: Sollte sich Österreich dazu entschließen, sei Innsbruck „definitiv“ im Rennen um Bewerbungen.
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